Ver­mö­gens­ver­fall – und der Grund­be­sitz

Ein Ver­mö­gens­ver­fall ist gege­ben, wenn sich der Rechts­an­walt in unge­ord­ne­ten, schlech­ten finan­zi­el­len Ver­hält­nis­sen befin­det, die er in abseh­ba­rer Zeit nicht ord­nen kann, und außer­stan­de ist, sei­nen Ver­pflich­tun­gen nach­zu­kom­men; Beweis­an­zei­chen hier­für sind ins­be­son­de­re die Erwir­kung von Schuld­ti­teln und Voll­stre­ckungs­maß­nah­men gegen ihn 1.

Ver­mö­gens­ver­fall – und der Grund­be­sitz

Hier­bei ist nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs für die Beur­tei­lung der Recht­mä­ßig­keit eines Wider­rufs infol­ge des ab 1.09.2009 gel­ten­den Ver­fah­rens­rechts auf den Zeit­punkt des Abschlus­ses des behörd­li­chen Wider­rufs­ver­fah­rens abzu­stel­len; danach ein­ge­tre­te­ne Ent­wick­lun­gen blei­ben der Beur­tei­lung in einem Wie­der­zu­las­sungs­ver­fah­ren vor­be­hal­ten 2.

Immo­bi­li­en­ver­mo­gen – auch soweit es die Ver­bind­lich­kei­ten über­steigt – ist nur dann von Rele­vanz, wenn es dem Betrof­fe­nen zum maß­geb­li­chen Zeit­punkt als liqui­der Ver­mö­gens­wert zur Til­gung sei­ner Ver­bind­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung gestan­den hat. Auf die Liqui­di­tät ent­spre­chen­der Mit­tel kommt es inso­weit nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ent­schei­dend an 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. Sep­tem­ber 2015 – AnwZ (Brfg) 23/​15

  1. vgl. nur BGH, Beschlüs­se vom 29.06.2011 – AnwZ (Brfg) 11/​10, BGHZ 190, 187 Rn. 4; und vom 10.03.2014 – AnwZ (Brfg) 77/​13, jeweils m.w.N.[]
  2. vgl. nur BGH, Beschlüs­se vom 29.06.2011, aaO; und vom 10.03.2014, aaO[]
  3. vgl. nur BGH, Beschlüs­se vom 16.06.2004 – AnwZ (B) 3/​03, ZVI 2004, 598, 599; und vom 07.10.2013 – AnwZ (Brfg) 44/​13[]