Wie­der­set­zung – wegen eines Feh­lers bei der Brief­be­för­de­rung

Einem Rechts­mit­tel­füh­rer kön­nen Feh­ler bei der Brief­be­för­de­rung durch die Post nicht als Ver­schul­den zuge­rech­net wer­den [1].

Wie­der­set­zung – wegen eines Feh­lers bei der Brief­be­för­de­rung

Im Ver­ant­wor­tungs­be­reich der Par­tei liegt es allein, das Schrift­stück so recht­zei­tig und ord­nungs­ge­mäß auf­zu­ge­ben, dass es nach den orga­ni­sa­to­ri­schen und betrieb­li­chen Vor­keh­run­gen der Post den Emp­fän­ger frist­ge­recht errei­chen kann.

Bei recht­zei­ti­gem Ein­wurf käme es des­halb nicht auf die Orga­ni­sa­ti­on der Aus­gangs­kon­trol­le im Büro des Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten und inso­weit dar­auf an, dass es hier­zu im Wie­der­ein­set­zungs­an­trag an aus­rei­chen­dem Vor­trag fehlt. Denn etwai­ge Män­gel bei der Aus­gangs­kon­trol­le wären dann nicht kau­sal [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 30. März 2017 – III ZB 44/​16

  1. vgl. nur BGH, Beschluss vom 24.02.2010 – XII ZB 129/​09, FamRZ 2010, 726 Rn. 8 mwN[]
  2. vgl. dazu auch BGH, Beschluss vom 10.09.2015 – III ZB 56/​14, NJW 2015, 3517 Rn. 17[]