Fall­stri­cke bei Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­run­gen

Fall­stri­cke bei Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­run­genNicht immer endet ein Urlaub mit schö­nen Erin­ne­run­gen, son­dern oft genug auch im Kran­ken­haus. Gera­de im Aus­land wird die Situa­ti­on häu­fig dadurch ver­schlim­mert, dass man die Spra­che nicht spricht oder der ärzt­li­che Stan­dard nicht dem deut­schen ent­spricht. Zudem muss man auch häu­fig gera­de im außer­eu­ro­päi­schen Aus­land die Kos­ten vor­stre­cken.

Will man nicht dar­auf sit­zen blei­ben oder möch­te man die Opti­on eines unkom­pli­zier­ten Rück­trans­por­tes in die Hei­mat haben, soll­te man eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung abschlie­ßen.

Vie­le Ver­si­che­run­gen bie­ten sol­che Poli­cen an, doch auch hier gibt es eini­ges zu beach­ten:

1. Nicht alle Leis­tun­gen wer­den über­nom­men

Da eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung, wie sie zum Bei­spiel vom Bran­chen­pri­mus Alli­anz ange­bo­ten wird, nur für Not­fäl­le gedacht ist, wer­den nur in den Ver­trags­be­din­gun­gen defi­nier­te Leis­tun­gen über­nom­men. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Behand­lun­gen, not­wen­di­ge Ope­ra­tio­nen, Medi­ka­men­te, Ver­bands- und Heil­mit­tel sowie ein­fa­che Zahn­fül­lun­gen und Repa­ra­tu­ren beim Zahn­ersatz.

Je nach Poli­ce kann auch der Rück­trans­port über­nom­men wer­den, wenn er ver­tret­bar und sinn­voll ist, nicht nur, wenn er medi­zi­nisch not­wen­dig ist.

Ein Blick in die genau­en Ver­trags­be­din­gun­gen kann Klar­heit schaf­fen

Von einer Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung wer­den dage­gen nicht Kuren, Psy­cho­the­ra­pi­en, Mas­sa­gen Zahn­sa­nie­run­gen oder eine Schön­heits-Ope­ra­ti­on im güns­ti­gen Aus­land über­nom­men.

2. Oblie­gen­hei­ten des Ver­si­che­rungs­neh­mers

Nicht nur die Ver­si­che­rung hat Pflich­ten, son­dern auch der Ver­si­che­rungs­neh­mer. Bei einem Not­fall muss er ent­spre­chend der Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen die Ver­si­che­rung benach­rich­ti­gen. Ver­säumt er dies, kann die Ver­si­che­rung die Kos­ten­er­stat­tung ver­wei­gern, ins­be­son­de­re, wenn aus den Unter­la­gen kei­ne Dia­gno­se erkenn­bar ist. Daher soll­te man in jedem Fall so schnell wie mög­lich mit dem Ver­si­che­rer in Kon­takt tre­ten, um alle Anfor­de­run­gen zu erfül­len und die Grund­la­gen für die Rück­erstat­tung zu sichern.

3. Ein­schrän­kun­gen bei der Arzt­wahl beach­ten

Natür­lich ist es deut­lich ange­neh­mer, wenn man in einem Krank­heits­fall den Arzt ver­steht und in der Mut­ter­spra­che mit ihm spre­chen kann. Jedoch ist nicht immer eine freie Arzt­wahl von der Poli­ce gedeckt. Daher soll­te man sich im Vor­feld infor­mie­ren, ob man sich nur an bestimm­te Ärz­te wen­den darf. Im Zwei­fel soll­te man dies vor der Behand­lung mit der Ver­si­che­rung abklä­ren, sofern das mög­lich ist und kein aku­ter Not­fall vor­liegt.

4. Vor­er­kran­kun­gen abklä­ren

Vor­er­kran­kun­gen kön­nen eben­falls den Ver­si­che­rungs­schutz redu­zie­ren oder aus­schlie­ßen. Gera­de bei chro­ni­schen Erkran­kun­gen kann das der Fall sein. Bei ande­ren Vor­er­kran­kun­gen macht es gera­de bei älte­ren Men­schen Sinn, sich die Rei­se­fä­hig­keit von einem Arzt betä­ti­gen zu las­sen, um den Ver­si­che­rungs­schutz nicht zu gefähr­den.

5. Dau­er der Rei­se

Nicht jede Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung sichert einen län­ge­ren Auf­ent­halt ab. Ab 56 Tagen im Aus­land benö­tigt man eine Lang­zeit­kran­ken­ver­si­che­rung. Ist man im Auf­trag des Arbeit­ge­bers im Rah­men einer Ent­sen­dung im Aus­land, wird die­ser in aller Regel die Kos­ten über­neh­men. Hier soll­te man aber auch genau die Ver­trags­be­din­gun­gen prü­fen, denn für Asi­en kön­nen ande­re Leis­tun­gen und Tari­fe gel­ten als bei einem Auf­ent­halt in den USA oder Kana­da.