Ken­nen Sie Samu­el Pier­pont Lan­gley?

Nein? Macht nichts.
Und doch war Samu­el Lan­gley zu sei­ner Zeit Anfang des 19. Jahr­hun­derts ein höchst ange­se­he­ner Wis­sen­schaft­ler. Er lehr­te in Har­vard und woll­te das ers­te bemann­te Flug­zeug bau­en. Und hier­für hat­te er Alles, was man sich wün­schen konn­te: Das öffent­li­che Inter­es­se war ihm gewiss, eine Viel­zahl von Exper­ten aus allen Fach­ge­bie­ten stan­den ihm zur Sei­te. Geld für sei­ne Flug­zeug­for­schung war aus­rei­chend vor­han­den, ins­be­son­de­re auch aus staat­li­chen Quel­len.

Ken­nen Sie Samu­el Pier­pont Lan­gley?

850 Mei­len süd­west­lich von Har­vard, in Day­ton, Ohio, leb­ten die Brü­der Wil­bur und Orvil­le Wright. Auch die bei­den Brü­der woll­ten flie­gen. Sie hat­ten kei­ne Bezie­hun­gen, sie beka­men kei­ne staat­li­chen For­schungs­gel­der, nur einen klei­nen Fahr­rad­la­den, mit dem sie ihren Lebens­un­ter­halt ver­dien­ten. Aber sie waren mit Enthu­si­as­mus bei der Sache.

SamuelPLangleyWie die Geschich­te aus­ging wis­sen Sie: Die Brü­der Wright kennt heu­te jeder Erst­kläss­ler. Und an Samu­el Lan­gley erin­nert heu­te außer einer 25 Jah­re alten Brief­mar­ke nur noch das Bolo­me­ter. Und auch das kennt kaum einer.

Den­ken Sie ein­fach ein­mal an die­se Geschich­te, wenn Sie es wie­der mit einer der gro­ßen Law­firms, mit arro­gan­ten Rechts­schutz­ver­si­che­run­gen, sich all­mäch­tig füh­len­den Behör­den oder sons­ti­gen ver­meint­lich Groß­kop­fer­ten zu tun haben…