Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung Rech­ner

Im Gegen­satz zur gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se, deren Bei­trag sich nur nach dem Ein­kom­men rich­tet, gibt es bei der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­run das Äqui­va­lent­prin­zip. Hier berech­net sich die Prä­mie je nach Alter, Geschlecht, Gesund­heits­zu­stand, Anzahl der Fami­li­en­mit­glie­der und Umfang des bean­trag­ten Ver­si­che­rungs­schut­zes.

Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung Rech­ner

Im Alter neh­men die Krank­heits­kos­ten beträcht­lich zu. Um auch zu die­sem Zeit­punkt eine bezahl­ba­re Abde­ckung die­ser Kos­ten zu errei­chen und den PKV-Bei­trag mög­lichst sta­bil zu hal­ten, wird in die Prä­mie eine soge­nann­te Alters­rück­stel­lung ein­ge­ar­bei­tet. Dies bedeu­tet, dass ein jun­ger Ver­si­che­rungs­neh­mer einen höhe­ren Bei­trag bezahlt als es sei­nen anfal­len­den Krank­heits­kos­ten ent­spricht, damit im Alter auch höhe­re Kos­ten ohne eine immense Bei­trags­er­hö­hung erstat­tet wer­den kön­nen. Daher stei­gen die Bei­trä­ge je nach Ein­stiegs­al­ter in eine pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung. Man spricht hier von einem Anwart­schafts­de­ckungs­ver­fah­ren.

Die Unter­schie­de im Preis für weib­li­che und männ­li­che Antrag­stel­ler beru­hen auf Sta­tis­ti­ken. Frau­en haben eine höhe­re Lebens­er­war­tung als Män­ner und ver­ur­sa­chen daher län­ger­an­hal­ten­de hohe Kos­ten. Nach Anga­be des Ver­ban­des ver­ur­sa­chen Frau­en um 40% höhe­re Kos­ten durch in Anspruch­nah­me diver­ser Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen und einem höhe­ren Medi­ka­men­ten­ver­brauch und schließ­lich gibt es da noch das „Gebär­ri­si­ko“. Schwan­ger­schaf­ten sind ver­bun­den mit einer erhöh­ten Zahl an Arzt­be­su­chen, Unter­su­chun­gen und Kran­ken­haus­auf­ent­hal­ten. Somit zah­len Frau­en in der Fol­ge höhe­re Prä­mi­en als Män­ner.

Der Gesund­heits­zu­stand ist ein wesent­li­cher Aspekt der Bei­trags­er­mitt­lung. Es besteht die Pflicht, bei Antrag­stel­lung alle Fra­gen bezüg­lich etwai­ger Vor­er­kran­kun­gen wahr­heits­ge­mäß und voll­stän­dig zu beant­wor­ten. Bei Falsch­an­ga­ben hat der Ver­si­che­rer ein Son­der­kün­di­gungs­recht und Sie ver­lie­ren alle Ansprü­che auf Kos­ten­er­stat­tung. Anhand die­ser Vor­er­kran­kun­gen ent­schei­det der Ver­si­che­rer, ob ein Risi­ko­zu­schlag zum Bei­trag zu erhe­ben ist, die­se Krank­hei­ten von der Leis­tung aus­zu­schlie­ßen sind oder ob der Antrag kom­plett abge­lehnt wird. Im letz­te­ren Fall ist es danach natür­lich schwer, einen ande­ren Ver­si­che­rer zur Annah­me des Antrags zu bewe­gen, da Sie auch dort bei Antrag­stel­lung die Ableh­nung durch eine ande­re Ver­si­che­rung ange­ben müs­sen.

Fami­li­en­mit­glie­der sind alle, die im sel­ben Haus mit dem Antrag­stel­ler woh­nen, mit ihm ver­wandt sind (Ehe­part­ner und Kin­der) und über kein eige­nes Ein­kom­men ver­fü­gen. In der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se sind all die­se Per­so­nen bei­trags­frei mit­ver­si­chert. In der PKV gibt es auch eine Fami­li­en­ver­si­che­rung, die der Ver­si­che­rungs­neh­mer abschlie­ßen kann, jedoch wird hier jedes Mit­glied zwar mit­ver­si­chert, aber zu einem kos­ten­güns­ti­gen Bei­trag. Der Tarif mit sei­nen Bedin­gun­gen ist für alle Per­so­nen gleich und der ver­ein­bar­te Selbst­be­halt, d.h. der Teil der Krank­heits­kos­ten, den Sie pro Jahr eigen­fi­nan­zie­ren müs­sen, gilt nicht für jeden ein­zeln, son­dern gemein­sam.

Alle Krank­heits­kos­ten, die Sie ober­halb der Grund­ver­sor­gung zusätz­lich ver­si­chern möch­ten, wie zum Bei­spiel die Inan­spruch­nah­me von Heil­prak­ti­kern oder ambu­lan­ten Psy­cho­the­ra­pi­en, Kran­ken­ta­ge­geld u.a. erhö­hen die Ver­si­che­rungs­prä­mie. Hier haben Sie die Mög­lich­keit, durch Ein­be­zie­hung wei­te­rer Leis­tun­gen oder durch Mini­mie­rung die Höhe der Ver­si­che­rungs­prä­mi­en an Ihr Bud­get anzu­pas­sen.

Zu beach­ten ist auch die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Pfle­ge­ver­si­che­rung. Wer sich frei­wil­lig in einer PKV ver­si­chern möch­te, muß die­se sepa­rat beim glei­chen Unter­neh­men abschlie­ßen, sofern sie nicht im Kran­ken­ver­si­che­rungs­ta­rif ent­hal­ten ist.

Da die Bei­trags­sta­bi­li­tät eine zuneh­men­de Rol­le spielt, soll­te auch immer der aktu­el­le PKV-Test z.B. der Stif­tung Waren­test berück­sich­tigt wer­den. Sie haben hier zwar nur eine begrenz­te Aus­wahl an Mög­lich­kei­ten, was die Zusatz­leis­tun­gen betrifft, aber man sieht bei ein­heit­li­chen Bedin­gun­gen die Viel­zahl der Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men und die preis­li­chen Unter­schie­de. Oft kann man über die­se Platt­for­men auch direkt mit den Anbie­tern in Kon­takt tre­ten und Ange­bo­te anfor­dern.