Ände­run­gen in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung

Zum Monats­be­ginn sind – neben der Sen­kung des Bei­trags­sat­zes – eini­ge Ände­run­gen in der Gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung in Kraft getre­ten:

Ände­run­gen in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung

Absen­kung der Bei­trags­sät­ze für die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung

Der von Arbeit­neh­mern und Rent­nern, Arbeit­ge­bern und Ren­ten­ver­si­che­rung pari­tä­tisch finan­zier­te all­ge­mei­ne Bei­trags­satz sinkt von 14,6% auf 14,0%, der ermä­ßig­te Bei­trags­satz von 14,0% auf 13,4%.

Zusam­men mit dem von den Ver­si­cher­ten allein zu tra­gen­de Anteil von 0,9 Pro­zent­punk­te liegt damit der all­ge­mei­ne Bei­trags­satz seit 1.Juli bei 14,9% statt bis­her 15,5% des bei­trags­pflich­ti­gen Ein­kom­mens, der ermä­ßig­te Bei­trags­satz bei 14,3%.

Da die Bei­trags­sen­kung jedoch nicht auf gesun­ke­nen Aus­ga­ben der Kran­ken­kas­sen beruht, son­dern eine poli­tisch moti­vier­te Maß­nah­me im Rah­men des „Kon­junk­tur­pa­kets II“ war, wer­den zum Aus­gleich für die gesun­ke­nen Bei­trags­ein­nah­men die Steu­er­mit­tel an die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung erhöht. Seit 1. Juli 2009 wird der Bun­des­zu­schuss zur pau­scha­len Abgel­tung ver­si­che­rungs­frem­der Leis­tun­gen im Jahr 2009 um 3,2 Mrd. € und für 2010 um 6,3 Mrd. € erhöht. Der Bun­des­zu­schuss steigt damit im Jahr 2009 auf 7,2 Mrd. €, in 2010 auf 11,8 Mrd. € und erreicht im Jahr 2012 den Wert von 14 Mrd. €.

Haus­arzt­mo­del­le

Um ihren Ver­si­cher­ten ein flä­chen­de­cken­des Ange­bot einer beson­de­ren haus­ärzt­li­chen Ver­sor­gung, die „haus­arzt­zen­trier­te Ver­sor­gung“, anbie­ten zu kön­nen, hat­ten die Kran­ken­kas­sen bis zum 30. Juni ent­spre­chen­de Ver­sor­gungs­ver­trä­ge bevor­zugt mit Haus­arzt­ver­bän­den zu schlie­ßen. Sofern sol­che Ver­trä­ge nicht bereits geschlos­sen wur­den, lau­fen der­zeit Schieds­ver­fah­ren, in denen der kon­kre­te Inhalt die­ser Ver­trä­ge fest­ge­legt wird.

Aktua­li­sie­run­gen bei struk­tu­rier­ten Behand­lungs­pro­gram­men (DMP)

Da die medi­zi­ni­schen Inhal­te der Ver­sor­gung chro­nisch einem per­ma­nen­ten Wan­del unter­lie­gen, ist der „Gemein­sa­me Bun­des­aus­schuss“ (G‑BA) ver­pflich­tet, die Vor­ga­ben und Anfor­de­run­gen in den DMP regel­mä­ßig zu über­prü­fen und dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit Emp­feh­lun­gen zur Aktua­li­sie­rung vor­zu­le­gen.

Mit der 20. Ver­ord­nung zur Ände­rung der Risi­ko­struk­tur-Aus­gleichs­ver­ord­nung (20. RSA-ÄndV) kommt es nun im Rah­men der Umset­zung von Emp­feh­lun­gen und Beschlüs­sen des G‑BA) zu einer Rei­he von Ände­run­gen und Aktua­li­sie­run­gen bei den medi­zi­ni­schen Inhal­ten der struk­tu­rier­ten Behand­lungs­pro­gram­me für Dia­be­tes mel­li­tus Typ 1 und Typ 2 sowie koro­na­re Herz­krank­heit.