Der NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss – und die Snow­den-Ver­neh­mung

Bun­des­ge­richts­hof hat den 1. Unter­su­chungs­aus­schuss ("NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss") des Deut­schen Bun­des­ta­ges zum Amts­hil­fe­er­su­chen an die Bun­des­re­gie­rung ver­pflich­tet.

Der NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss – und die Snow­den-Ver­neh­mung

Die Abge­ord­ne­ten Dr. Kon­stan­tin von Notz (Frak­ti­on Bünd­nis 90/​Die Grü­nen) und Mar­ti­na Ren­ner (Frak­ti­on Die Lin­ke) hat­ten als Min­der­heit von einem Vier­tel der Mit­glie­der des "NSA-Unter­su­chungs­aus­schus­ses" bei dem Ermitt­lungs­rich­ter des Bun­des­ge­richts­hofs gemäß § 17 Abs. 4 des Par­la­men­ta­ri­schen Unter­su­chungs­aus­schuss­ge­set­zes bean­tragt, den Unter­su­chungs­aus­schuss zu ver­pflich­ten, ein Amts­hil­fe­er­su­chen an die Bun­des­re­gie­rung zu beschlie­ßen. Mit dem von den Antrag­stel­lern begehr­ten Amts­hil­fe­er­su­chen sol­le die Bun­des­re­gie­rung ersucht wer­den, die Vor­aus­set­zun­gen, für eine Ver­neh­mung des Zeu­gen Edward Snow­den in Deutsch­land zu schaf­fen, ins­be­son­de­re dem Zeu­gen wirk­sa­men Aus­lie­fe­rungs­schutz zuzu­si­chern. Der Ermitt­lungs­rich­ter des Bun­des­ge­richts­hofs hat die­sem Antrag statt­ge­ge­ben.

Eine Aus­sa­ge dahin­ge­hend, dass die Bun­des­re­gie­rung ver­pflich­tet ist, dem durch den Unter­su­chungs­aus­schuss zu beschlie­ßen­den Ersu­chen nach­zu­kom­men, ist mit die­sem Beschluss des Bun­des­ge­richts­hofs aller­dings nicht ver­bun­den. Der Beschluss des Ermitt­lungs­rich­ters des Bun­des­ge­richts­hofs ver­pflich­tet den Unter­su­chungs­aus­schuss – ent­spre­chend der ein­ge­schränk­ten Zustän­dig­keit des Bun­des­ge­richts­hofs – ledig­lich, ein ent­spre­chen­des Ersu­chen an die Bun­des­re­gie­rung zu stel­len.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Novem­ber 2016 – 1 BGs 125/​16