Ein­frie­ren von Ver­mö­gen in der EU

Die EU darf nach einem Urteil des EU-Gerichts ers­ter Instanz pri­va­te Ver­mö­gen ein­frie­ren. Damit wird der EU das Recht zuer­kannt, direkt Sank­tio­nen gegen Ein­zel­per­so­nen zu ver­fü­gen. Die­se Aus­le­gung, die nicht im Wider­spruch zum Wort­laut der Arti­kel 60 EG und 301 EG steht, so, so das Gericht, sowohl durch Wirk­sam­keits­er­wä­gun­gen als auch aus huma­ni­tä­ren Grün­den gerecht­fer­tigt. Das Ein­frie­ren von Gel­dern sei nicht grund­rechts­wid­rig bzw. stel­le kei­nen will­kür­li­chen und unan­ge­mes­se­nen Ein­griff in das Eigen­tums­recht dar.

Ein­frie­ren von Ver­mö­gen in der EU

EU-Gericht ers­ter Instanz mit Urteil vom 21.09.2005 – T‑306/​01.

[Ent­nom­men aus dem Blawg "straf­pro­zess …"]