Dienst­leis­tun­gen fürs Aus­land

Die Fra­ge, ob (und wo) auf eine Dienst­leis­tung Umsatz­steu­er zu zah­len ist, rich­tet sich danach, wo die­se Umsatz­steu­er erbracht wird. Für grenz­über­schrei­ten­de Fäl­le sehen hier die Umsatz­steu­er­richt­li­ni­en der EU und in der Fol­ge die natio­neln Umsatz­steu­er­ge­set­ze detail­ier­te Rege­lun­gen vor.

Dienst­leis­tun­gen fürs Aus­land

Die EU-Kom­mis­si­on hat nun einen Richt­li­ni­en­vor­schlag zur Ände­rung der eben die­ser Bestim­mun­gen über den Ort der Erbrin­gung der Dienst­leis­tung vor­ge­legt, um den Ort der Erbrin­gung (und damit der Besteue­rung) von Dienst­leis­tun­gen an Pri­va­te zu ändern. Als Grund­satz wird dabei gere­gelt, dass für steu­er­pflich­ti­ge Dienst­leis­tungs­emp­fän­ger als Ort der Dienst­leis­tungs­er­brin­gung der Sitz sei­ner wirt­schaft­li­chen Tätig­keit oder fes­ten Nie­der­las­sung gilt. Bei nicht­steu­er­pflich­ti­gen Dienst­leis­tungs­emp­fän­gern gilt als Ort der Dienst­leis­tung der Sitz der wirt­schaft­li­chen Tätig­keit oder der fes­ten Nie­der­las­sung des Dienst­leis­tungs­emp­fän­gers. Aller­dings soll es von die­sem Grund­satz wie­der­um eini­ge Aus­nah­men geben, so soll etwa bei Dienst­leis­tun­gen, die im Zusam­men­hang mit einem Grund­stück erbracht wer­den, die Leis­tung als an dem Ort erbracht gel­ten, an dem das Grund­stück gele­gen ist.

Es bleibt abzu­war­ten, ob die­ser Richt­li­ni­en­vor­schlag so umge­setzt wird. Der Richt­li­ni­en­vor­schlag der EU-Kom­mis­si­on fin­det sich im Inter­net-Ange­bot der EU.