Ren­ten­be­steue­rung in der EU

Nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofs ver­stößt eine natio­na­le Steu­er­vor­schrift, die eine Steu­er­erleich­te­rung für Bei­trags­zah­lun­gen an inlän­di­sche Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger vor­sieht, gegen Arti­kel 39, 43 und 49 EG. Mit dem Erlass die­ser Rege­lung und der Nicht­a­b­än­de­rung trotz Auf­for­de­rung durch die Kom­mis­si­on ver­sto­ße Däne­mark gegen die Ver­pflich­tun­gen aus Arti­kel 39, 43 und 49 EG. Nach den däni­schen Rege­lun­gen müs­sen aus­län­di­sche Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger eine Zweig­nie­der­las­sung oder fes­te Nie­der­las­sung in Däne­mark haben, um ihre Dienst­leis­tun­gen mit den glei­chen Steu­er­ver­güns­ti­gun­gen anbie­ten zu kön­nen wie inlän­di­sche Ver­si­che­rungs­trä­ger. Der EuGH sah hier­in eine unzu­läs­si­ge Beschrän­kung der Dienst­leis­tungs­frei­heit aus­län­di­scher Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger. Die mit einer Zweig­nie­der­las­sung oder fes­ten Nie­der­las­sung ver­bun­de­nen Kos­ten sei­en geeig­net, Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger von einer Erbrin­gung ihrer Dienst­leis­tung im EU-Aus­land abzu­hal­ten. Dar­über hin­aus wür­den die Emp­fän­ger die­ser Dienst­leis­tun­gen im Hin­blick auf die inlän­di­schen Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­gern gewähr­ten Steu­er­ver­güns­ti­gun­gen davon abge­hal­ten, eine Ver­ein­ba­rung über einen Ren­ten­plan mit Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­gern mit Sitz in einem ande­ren Mit­glied­staat abzu­schlie­ßen.

Ren­ten­be­steue­rung in der EU

Euro­päi­scher Gerichts­hof, Urteil vom 29. Janu­ar 2007 – C‑150/​04