Rom II

Ges­tern hat das Par­la­ment den Gemein­sa­men Stand­punkt des Rates zum Erlass einer Ver­ord­nung über das auf außer­ver­trag­li­che Schuld­ver­hält­nis­se anzu­wen­den­de Recht nur mit zahl­rei­chen Ände­rungs­an­trä­gen gebil­ligt. So soll die Ver­ord­nung unter ande­rem auch das auf bestimm­te gesetz­li­che Schuld­ver­hält­nis­se, wie etwa uner­laub­te Hand­lun­gen, Geschäfts­füh­rung ohne Auf­trag und unge­recht­fer­tig­te Berei­che­rung, anwend­ba­re Recht bestim­men.

Rom II

Dif­fe­ren­zen wischen dem EU-Par­la­ment und dem Rat bestehen ins­be­son­de­re noch bei der Fra­ge, ob das anwend­ba­re Recht bei Ver­let­zun­gen von Pri­vat­sphä­re und Per­sön­lich­keits­rech­ten durch die Medi­en gere­gelt wer­den soll­te. Der Rat hat­te die­se Vor­schrift bei sei­ner Beschluss­fas­sung gestri­chen hat­te, das Par­la­ment hat die­se Rege­lung jetzt wie­der auf­ge­nom­men.

Eben­so hat EU-Par­la­ment die Rege­lung zur Scha­dens­be­rech­nung bei Per­so­nen­schä­den wie­der auf­ge­nom­men. Hier­nach soll das Gericht bei der Scha­dens­fest­stel­lung den Grund­satz der Wie­der­her­stel­lung des vori­gen Stan­des (Natu­ral­re­sti­tu­ti­on) unter Berück­sich­ti­gung der tat­säch­li­chen Umstän­de des Opfers in dem Land, in dem es sei­nen gewöhn­li­chen Auf­ent­halt hat, anwen­den.

Soll­te der Rat die­se vom EU-Par­la­ment vor­ge­nom­me­nen Ände­run­gen nicht billigen,muss inner­halb von sechs Wochen ein Ver­mitt­lungs­aus­schuss ein­be­ru­fen wer­den.