Familienrecht

Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die von den (Schwieger-)Eltern geliehene ehemalige Ehewohnung – und das Ende der Nutzungsentschädigung

24. April 2017 | Familienrecht

Setzt die Anwendung der §§ 741 ff. BGB als Grundlage eines Anspruches auf Nutzungsentschädigung eine fortdauernde Berechtigung beider Ehegatten zur Nutzung der Ehewohnung voraus, entfällt eine solche bei leihweiser Wohnungsüberlassung für den nicht in der Wohnung verbliebenen Ehepartner mit seinem Auszug, spätestens aber mit der Zustellung des Scheidungsantrages als Zeitpunkt … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die ehemalige Ehewohnung – und die Bemessung der Nutzungsentschädigung

24. April 2017 | Familienrecht

§ 1361b Abs. 3 Satz 2 BGB ist für den Zeitraum des Getrenntlebens lex specialis gegenüber den allgemeinen Gemeinschaftsregelungen der §§ 741 ff. BGB. Dabei kommt es nicht darauf an, ob das bestehende Nutzungsrecht dinglicher oder schuldrechtlicher Natur ist, und ob es beiden Ehegatten gemeinsam zusteht oder nur einem von … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Auskunft über die persönlichen Verhältnisse eines Kindes – und ihre Vollstreckung

24. April 2017 | Familienrecht

Eine Verpflichtung zur Auskunftserteilung über die persönlichen Verhältnisse eines Kindes wird durch die Verhängung von Zwangsmitteln gemäß §§ 95 Abs. 1 Nr. 3 FamFG, 888 ZPO vollstreckt. Gegen die Auskunftsverpflichtete ist daher nicht ein Ordnungsgeld, sondern ein Zwangsgeld nach §§ 95 Abs. 1 Nr. 3 FamFG, 888 ZPO festzusetzen. Nach … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Gesonderte Entscheidung über das Wiedereinsetzungsgesuch – und ihre Rechtskraft

24. April 2017 | Familienrecht, Zivilrecht

Bei gesonderter Entscheidung über das Wiedereinsetzungsgesuch muss diese mit dem statthaften Rechtsmittel angegriffen werden, weil andernfalls die Entscheidung über den Wiedereinsetzungsantrag rechtskräftig und für die Entscheidung über die Verwerfung des Rechtsmittels bindend wird. Allerdings ist die betroffene Partei unter dem Aspekt der Rechtskraft – soweit die Wiedereinsetzungsfrist des § 234 … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die entfallene internationale Zuständigkeit des Familiengerichts in Kindschaftssachen

12. April 2017 | Familienrecht

Entfällt während des erstinstanzlichen Verfahrens die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte, ist eine gleichwohl getroffene Sachentscheidung des Familiengerichts im Beschwerdeverfahren aufzuheben. In dem hier vom Oberlandesgericht Karlsruhe entschiedenen Verfahren zum Aufenthaltsbestimmungsrecht entfiel die internationale Zuständigkeit des deutschen Familiengerichts bereits während des erstinstanzlichen Verfahrens durch den in der Schweiz begründeten Aufenthalt … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Rückführung eines Kindes aus der Pflegefamilie – und der Schutz des Kindes

4. April 2017 | Familienrecht, Im Brennpunkt

Das Kind hat nach Art. 2 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 GG in Verbindung mit Art. 6 Abs. 2 Satz 2 GG einen Anspruch auf den Schutz des Staates. Mit den materiell- und verfahrensrechtlichen Maßgaben von Art. 2 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 GG in Verbindung … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Unterhaltsansprüche im vereinfachten Verfahren – und der Umzug des Kindes

3. April 2017 | Familienrecht, Sozialrecht

Allein der Umstand, dass das unterhaltsberechtigte Kind während eines von der Unterhaltsvorschusskasse betriebenen vereinfachten Verfahrens in den Haushalt des Unterhaltspflichtigen wechselt, lässt die Zulässigkeit dieses Verfahrens für Unterhaltsansprüche aus der Zeit bis zum Obhutswechsel unberührt. Dass das Familiengericht den Kindesunterhalt bis zum Zeitpunkt des Obhutswechsels im vereinfachten Verfahren gegen den … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Einrichtung einer Kontrollbetreuung – und die Bestimmung des Geschäftswerts

3. April 2017 | Familienrecht

Bei Verfahren über die Einrichtung einer Kontrollbetreuung kann für die Bestimmung des Geschäftswerts nicht auf § 63 Satz 1 GNotKG abgestellt werden. Diese Vorschrift betrifft in Betreuungssachen (§ 271 FamFG) die Wertermittlung nur in den Fällen, in denen sich die Betreuung auf eine einzelne Rechtshandlung bezieht. Dabei ist die Abgrenzung … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Abitur, Lehre, Studium – und der Ausbildungsunterhalt

3. April 2017 | Familienrecht

Der Bundesgerichtshof hatte sich erneut mit dem Ausbildungsunterhalt in den so genannten Abitur-Lehre-Studium-Fällen (hier: Banklehre – Lehramtsstudium) zu befassen: Der Unterhalt eines Kindes umfasst gemäß § 1610 Abs. 2 BGB die Kosten einer angemessenen Vorbildung zu einem Beruf. Geschuldet wird danach eine Berufsausbildung, die der Begabung und den Fähigkeiten, dem … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die ehemals gemeinsame Ehewohnung in der Teilungsversteigerung – und die Anrechnung familienrechtlicher Ansprüche

3. April 2017 | Familienrecht, Zivilrecht

c)) Dem Anspruch auf Aufhebung der Bruchteilsgemeinschaft nach §§ 749 Abs. 1, 753 Abs. 1 Satz 1 BGB können von dem anderen Teilhaber keine gemeinschaftsfremden Forderungen entgegengehalten werden. Steht die Ehewohnung im Miteigentum der Ehegatten, enthält für die Zeit des Getrenntlebens die Vergütungsregelung nach § 1361 b Abs. 3 Satz … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Wachkoma – und die Patientenverfügung

27. März 2017 | Familienrecht, Im Brennpunkt

Der Bundesgerichtshof hatte sich erneut mit den Anforderungen befasst, die eine bindende Patientenverfügung im Zusammenhang mit dem Abbruch von lebenserhaltenden Maßnahmen erfüllen muss. Anlass hierfür bot ihm ein Fall aus dem bayerischen Freising: Die im Jahr 1940 geborene Betroffene erlitt im Mai 2008 einen Schlaganfall und befindet sich seit einem … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Ausgleichszahlung – zur Abfindung des Versorgungsausgleichs

24. März 2017 | Einkommensteuer (privat), Familienrecht

Eine Ausgleichszahlung für den Ausschluss des öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleichs im Wege des Splittings oder des Quasi-Splittings war in den Jahren 2006 und 2007 bei dem Berechtigten dem Grunde nach als Entschädigung für entgehende Einnahmen steuerpflichtig. Die Steuerpflicht ist auf die Quote beschränkt, die dem sozialversicherungsrechtlichen Höchstausgleich entspricht. Sie ist zusätzlich begrenzt … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Zustellerfordernisse im Betreuungsverfahren

17. März 2017 | Familienrecht

Nach § 41 Abs. 1 Satz 2 FamFG ist ein anfechtbarer Beschluss demjenigen zuzustellen, dessen erklärtem Willen er nicht entspricht. Wird der Beschluss danach nicht wirksam zugestellt, beginnt die Beschwerdefrist gemäß § 63 Abs. 3 Satz 1 FamFG nicht zu laufen. Das gilt gleichermaßen für die Bekanntgabe der Entscheidung des … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Betreung – und der Einwilligungsvorbehalt

17. März 2017 | Familienrecht

Ein Einwilligungsvorbehalt darf nur angeordnet werden, wenn dieser auch erforderlich ist. Soweit dies zur Abwendung einer erheblichen Gefahr für die Person oder das Vermögen des Betreuten erforderlich ist, ordnet das Betreuungsgericht nach § 1903 Abs. 1 BGB an, dass der Betreute zu einer Willenserklärung, die den Aufgabenbereich des Betreuers betrifft, … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der Ehevertrag als Absicherung im Notfall

15. März 2017 | Familienrecht

Ein Ehevertrag wird vor der Eheschließung aufgestellt und von beiden Parteien unterschrieben. Da ein solcher Vertrag oftmals kompliziert in der Erstellung ist, empfiehlt es sich dafür einen Anwalt einzuschalten. Die Anwaltskanzlei Anke Knauf kann Ihnen dabei kompetent zur Seite stehen. Der Ehevertrag ist gesetzlich im § 1408 Abs. 1 BGB … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Mittellosigkeit wegen Behindertentestaments – und die Betreuervergütung aus der Staatskasse

10. März 2017 | Familienrecht

Ob die durch ein Behindertentestament für den Betroffenen angeordnete (Vor-)Erbschaft bei gleichzeitiger Anordnung der Testamentsvollstreckung zur Mittellosigkeit des Betroffenen führt, ist durch Auslegung der an den Testamentsvollstrecker adressierten Verwaltungsanordnungen zu ermitteln. Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum so genannten Behindertentestament sind Verfügungen von Todes wegen, in denen Eltern eines … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Betreuervergütung – und die Rechtsbeschwerdefrist für die Staatskasse

10. März 2017 | Familienrecht

Die Frist zur Einlegung der Rechtsbeschwerde beträgt für die Staatskasse in analoger Anwendung des § 304 Abs. 2 FamFG drei Monate. Sie beginnt mit der auch formlos möglichen Bekanntgabe der Beschwerdeentscheidung; § 63 Abs. 3 Satz 2 FamFG findet keine Anwendung. Der Lauf der Rechtsbeschwerdefrist ergibt sich für die Staatskasse … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der nach Vergleich gezahlte Kindesunterhalt – und der familienrechtliche Ausgleichsanspruch gegen den anderen Elternteil

10. März 2017 | Familienrecht

Ein familienrechtlicher Ausgleichsanspruch gegen den anderen Elternteil auf teilweise Erstattung des an ein gemeinsames Kind gezahlten Unterhalts wird nicht ohne weiteres dadurch ausgeschlossen, dass der Elternteil mit der Unterhaltszahlung eine Verpflichtung aus einem gerichtlichen Vergleich erfüllt. Der familienrechtliche Ausgleichsanspruch ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich für solche Fälle anerkannt, … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Nicht verheiratete Lebensgefährten – und das Adoptionsrecht

7. März 2017 | Familienrecht

Eine mit ihrem Lebensgefährten weder verheiratete noch in einer Lebenspartnerschaft lebende Person kann dessen Kind nicht annehmen, ohne dass zugleich das Verwandtschaftsverhältnis zwischen ihrem Lebensgefährten und dem Kind erlischt. In dem hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall begehren die beiden nicht miteinander verheirateten Lebensgefährten die Adoption der minderjährigen Kinder J. und … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Paritätisches Wechselmodell – als Umgangsregelung des Familiengerichts

1. März 2017 | Familienrecht

Das Familiengericht darf auf Antrag eines Elternteils gegen den Willen des anderen Elternteils ein sog. paritätisches Wechselmodell, also die etwa hälftige Betreuung des Kindes durch beide Eltern, als Umgangsregelung anordnen. Dies entschied jetzt der Bundesgerichtshof und legte dabei auch fest, unter welchen Voraussetzungen ein solches paritätisches Wechselmodell vom Familiengericht angeordnet … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Scheidung einer Scheinehe – und die Verfahrenskostenhilfe

20. Februar 2017 | Familienrecht

Beide Ehegatten trifft eine gesteigerte Pflicht, Rücklagen für die Kosten eines bereits absehbaren Eheaufhebungs- oder Scheidungsverfahrens zu bilden, wenn sie rechtsmissbräuchlich die Ehe geschlossen haben. Die Verfahrenskostenhilfe kann allerdings nur versagt werden, wenn ein Vermögen oder Einkommen vorhanden war, aus dem Rücklagen hätten gebildet werden können. Liegt die Eheschließung lange … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Kindschaftssachen – und kein Kostenvorschuss für den Sachverständigen

14. Februar 2017 | Familienrecht

Für einen Kostenvorschuss zur Einholung eines Sachverständigengutachtens in einer Kindschaftssache besteht keine rechtliche Grundlage. Die Einholung eines Sachverständigengutachtens in Kindschaftssachen erfolgt durch das Gericht im Rahmen der Amtsermittlung (§ 26 FamFG). Das FamGKG sieht lediglich in den §§ 14 und 16 Ausnahmen vom Verbot der Kostensicherung vor. Dabei enthält § … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der volljährige Unterhaltsberechtigte – und die Auskehr des Kindergeldes

14. Februar 2017 | Familienrecht

Der volljährige Unterhaltsberechtigte kann den Anspruch auf Auskehr des Kindergeldes gegen einen Elternteil, gegen den ein Titel über Barunterhalt besteht, ohne ein Abänderungsverfahren eigenständig geltend machen. Der Anspruch auf Auskehr des Kindergeldes ergibt sich aus § 1601 BGB (analog). Es handelt sich hierbei nicht um einen familienrechtlichen Ausgleichsanspruch, der nur … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Scheidungsfolgenvereinbarung -und die Beratungspflicht des Anwaltsmediators

14. Februar 2017 | Familienrecht, Kanzlei und Beruf, Mediation

Die Beratungspflicht des Anwaltsmediators erstreckt sich bei gewünschter einvernehmlicher Regelung der Scheidungsfolgen auch auf die Folgesache Versorgungsausgleich. Auf den abgeschlossenen Mediationsvertrag finden die Grundsätze der Anwaltshaftung Anwendung. Die Beratung über die Folgesache Versorgungsausgleich war im vorliegenden Fall von dem Mediationsvertrag umfasst. Unstreitig schlossen die damaligen Eheleute mit der Mediatorin einen … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Betreuungsverfahren – und die Anhörung durch das Beschwerdegericht

9. Februar 2017 | Familienrecht

Mit den Voraussetzungen, unter denen die Beschwerdekammer im Betreuungsverfahren eines ihrer Mitglieder mit der Anhörung des Betroffenen beauftragen kann, hatte sich erneut der Bundesgerichtshof zu befassen: Gemäß § 278 Abs. 1 Satz 1, 2 FamFG hat das Gericht den Betroffenen vor der Bestellung eines Betreuers oder der Anordnung eines Einwilligungsvorbehalts … 



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