Die isolierte Kostenentscheidung in einem einstweiligen Anordnungsverfahren, das nicht die in § 57 Satz 2 FamFG bezeichneten Gegenstände betrifft, ist auch dann unanfechtbar, wenn sie nach §§ 113 Abs. 1 Satz 2 FamFG, 269 Abs. 5 ZPO grundsätzlich in Betracht käme.
Gegen eine isolierte Kostenentscheidung wäre zwar nach §§ 113 Abs. 1 Satz 2 FamFG, 91a, 269 Abs. 5 ZPO grundsätzlich die sofortige Beschwerde eröffnet. Dem steht jedoch im Streitfall durchgreifend entgegen, daß die Kostenentscheidung in einem Einstweiligen Anordnungsverfahren ergangen ist, für welches § 57 Satz 1 FamFG – da ein Gegenstand des Kataloges in Satz 2 der Norm offenkundig nicht vorliegt – die Beschwerde ausschließt.
Dieser Ausschluß der Beschwerde erstreckt sich nach – soweit ersichtlich – einhelliger Auffassung in obergerichtlicher Rechtsprechung und Schrifttum, der sich das Oberlandesgericht Celle anschließt, auch auf eine Anfechtung der Kostenentscheidung1.
Oberlandesgericht Celle, Beschluss vom 13. Februar 2012 – 10 WF 30/12
- vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 18.10.2010 – 2 WF 123/10, FamRZ 2011, 496 f.; OLG Hamburg, Beschluss vom 26.11.2010 – 7 UF 154/10, MDR 2011, 104 = FamRZ 2011, 752 (dort nur LS); KG, Beschluss vom 16.12.2010 – 16 UF 151/10, MDR 2011, 232 = FamRZ 2011, 577; OLG Zweibrücken, Beschluss vom 15.06.2011 – 2 WF 25/11, FamRZ 2012, 50; Keidel–Giers, FamFG § 57 Rz. 3; Zöller/Feskorn, FamFG § 57 Rz. 3; MünchKomm-ZPO/Schindler, FamFG § 81 Rz. 78; Schulte-Bunert/Weinreich–Schwonberg, FamFG § 57 Rz. 15[↩]











