Auf­he­bung der Betreu­ung – und die Beschwer­de des Betreu­ers

Dem Betreu­er steht gegen die Auf­he­bung der Betreu­ung kei­ne Beschwer­de­be­fug­nis aus eige­nem Recht zu.

Auf­he­bung der Betreu­ung – und die Beschwer­de des Betreu­ers

Die Auf­he­bung der Betreu­ung als sol­che greift nicht in die eige­ne Rechts­sphä­re des Betreu­ers ein, weil die Betreu­ung nicht in sei­nem Inter­es­se, son­dern aus­schließ­lich im Inter­es­se der Betrof­fe­nen ange­ord­net wird 1.

Der Betreu­er kann sich auch nicht mit Erfolg auf § 303 Abs. 2 Nr. 2 FamFG beru­fen, wonach das Recht zur Beschwer­de im Inter­es­se des Betrof­fe­nen einer Per­son sei­nes Ver­trau­ens zusteht, wenn sie in der Vor­in­stanz betei­ligt wor­den ist. Der Betreu­er ist gemäß § 274 Abs. 1 Nr. 2 FamFG Ver­fah­rens­be­tei­lig­ter, soweit sein Auf­ga­ben­kreis betrof­fen ist, und kann nach § 303 Abs. 4 Satz 1 FamFG gegen sei­nen Auf­ga­ben­kreis betref­fen­de Ent­schei­dun­gen im Namen des Betrof­fe­nen Beschwer­de ein­le­gen. Eine zusätz­li­che Ver­fah­rens­be­tei­li­gung als Ver­trau­ens­per­son ist vor­lie­gend durch die Vor­in­stan­zen nicht erfolgt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 4. Dezem­ber 2013 – XII ZB 333/​13

  1. BayO­bLG Beschluss vom 08.03.2004 – 3Z BR 242/​03; OLG Düs­sel­dorf Fam­RZ 1998, 1244, 1245; Keidel/​MeyerHolz FamFG 17. Aufl. § 59 Rn. 76 mwN; und Keidel/​Budde aaO § 303 Rn. 6; Beck­OK FamFG/​Günter [Stand: 1.07.2013] § 303 Rn. 16; Bumiller/​Harders FamFG 10. Aufl. § 59 Rn. 17; Hauß­lei­ter FamFG § 303 Rn. 4; Prütting/​Fröschle FamFG 3. Aufl. § 303 Rn. 38[]