Beschwerdewert bei der Verurteilung zur Auskunftserteilung

Für die Bemessung des Wertes des Beschwerdegegenstandes bei der Verurteilung zur Auskunftserteilung ist das Interesse des Rechtsmittelführers maßgebend, die Auskunft nicht erteilen zu müssen.

Beschwerdewert bei der Verurteilung zur Auskunftserteilung

Abgesehen von dem Fall eines besonderen Geheimhaltungsinteresses ist auf den Aufwand an Zeit und Kosten abzustellen, den die sorgfältige Erteilung der geschuldeten Auskunft erfordert1.

Dabei kann der dem Beschwerdegericht bei seiner Schätzung eingeräumte Ermessensspielraum im Rechtsbeschwerdeverfahren nur eingeschränkt darauf überprüft werden, ob das Gericht die gesetzlichen Grenzen überschritten oder sein Ermessen fehlerhaft ausgeübt hat2.

Bundesgerichtshof, Beschluss des XII. Zivilsenats vom 11. September 2013 – XII ZB 161/13

  1. BGH, Beschlüsse vom 23.05.2012 – XII ZB 594/11; vom 21.03.2012 – XII ZB 420/11; vom 26.10.2011 – XII ZB 465/11, FamRZ 2012, 24 Rn. 16; und vom 23.03.2011 – XII ZB 436/10, FamRZ 2011, 882 Rn. 9 mwN []
  2. BGH, Beschlüsse vom 23.05.2012 – XII ZB 594/11; vom 21.03.2012 – XII ZB 420/11; vom 26.10.2011 – XII ZB 465/11, FamRZ 2012, 24, Rn. 17; vom 14.02.2007 – XII ZB 150/05, FamRZ 2007, 711 Rn. 9; vom 03.11.2004 – XII ZB 165/00, FamRZ 2005, 104, 105; BGHZ 155, 127 = FamRZ 2003, 1267, 1268; und vom 24.07.2002 – XII ZB 31/02, FamRZ 2003, 597 []