Betreu­er­be­stel­lung – und der freie Wil­le des Betreu­ten

Nach § 1896 Abs. 1a BGB darf gegen den frei­en Wil­len des Voll­jäh­ri­gen ein Betreu­er nicht bestellt wer­den.

Betreu­er­be­stel­lung – und der freie Wil­le des Betreu­ten

Wenn der Betrof­fe­ne der Ein­rich­tung einer Betreu­ung nicht zustimmt, ist neben der Not­wen­dig­keit einer Betreu­ung stets zu prü­fen, ob die Ableh­nung durch den Betrof­fe­nen auf einem frei­en Wil­len beruht.

Das fach­ärzt­lich bera­te­ne Gericht hat daher fest­zu­stel­len, ob der Betrof­fe­ne trotz sei­ner Erkran­kung noch zu einer frei­en Wil­lens­be­stim­mung fähig ist 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 13. Juli 2016 – XII ZB 46/​15

  1. BGH, Beschluss vom 14.01.2015 – XII ZB 352/​14 Fam­RZ 2015, 648 Rn. 10 mwN[]