Betreu­ung – und der freie Wil­le des Betrof­fe­nen

Gemäß § 1896 Abs. 1a BGB darf ein Betreu­er nicht gegen den frei­en Wil­len des Betrof­fe­nen bestellt wer­den.

Betreu­ung – und der freie Wil­le des Betrof­fe­nen

Für die mit­hin not­wen­di­ge Fest­stel­lung, dass es dem Betrof­fe­nen an einem frei­en Wil­len fehlt, ist nicht aus­rei­chend, wenn der Betrof­fe­ne "in sei­ner frei­en Wil­lens­bil­dung erheb­lich beein­träch­tigt" ist 1.

Aus­rei­chend kön­nen dage­gen Dar­le­gun­gen des Sach­ver­stän­di­gen in sei­nem Gut­ach­ten sein, dass der Betrof­fe­ne kei­ner­lei Krank­heits­und Behand­lungs­ein­sicht habe und sein frei­er Wil­le auf­ge­ho­ben sei.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 27. Febru­ar 2019 – XII ZB 444/​18

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 31.10.2018 XII ZB 552/​17 Fam­RZ 2019, 239 Rn. 6; und vom 07.03.2018 XII ZB 540/​17 Fam­RZ 2018, 848 Rn. 7 mwN[]