Die Ableh­nung des Wunsch­be­treu­ers – und sei­ne Anhö­rung

Soweit das Gericht die Auf­fas­sung ver­tritt, der von der Betrof­fe­nen Gewünsch­te wäre ent­ge­gen dem von der Betrof­fe­nen geäu­ßer­ten Wunsch nicht zum Betreu­er zu bestel­len, weil er unge­eig­net sei, gebie­tet die Amts­er­mitt­lungs­pflicht (§ 26 FamFG) des­sen Anhö­rung.

Die Ableh­nung des Wunsch­be­treu­ers – und sei­ne Anhö­rung

Die Grün­de, die mög­li­cher­wei­se einer Bestel­lung der vom Betrof­fe­nen als Betreu­er benann­ten Per­son ent­ge­gen­ste­hen, kön­nen regel­mä­ßig nur ver­läss­lich fest­ge­stellt wer­den, wenn das Gericht der benann­ten Per­son Gele­gen­heit gege­ben hat, zu die­sen Grün­den Stel­lung zu neh­men1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. Sep­tem­ber 2015 – XII ZB 500/​14

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 14.08.2013 – XII ZB 206/​13 , NJW-RR 2013, 1473 Rn. 11 mwN