Ent­schei­dungs­ver­kün­dung in Fami­li­en­streit­sa­chen

In Fami­li­en­streit­sa­chen fin­det nach § 113 Abs. 1 Satz 1 FamFG die Rege­lung des § 41 Abs. 1 Satz 2 FamFG, wonach die Bekannt­ga­be eines Beschlus­ses mit der Zustel­lung bewirkt wird, kei­ne Anwen­dung.

Ent­schei­dungs­ver­kün­dung in Fami­li­en­streit­sa­chen

Daher sind Ent­schei­dun­gen in Fami­li­en­streit­sa­chen nach § 113 Abs. 1 Satz 2 FamFG i. V. m. §§ 311 Abs. 2 Satz 1, 329 Abs. 1 Satz 1 ZPO zu ver­kün­den 1.

Bei Feh­len einer wirk­sa­men Ver­kün­dung des Beschlus­ses kann der Lauf der Rechts­mit­tel­fris­ten nicht begin­nen (vgl. BGHZ – 14, 39, 44; BGH, Urteil vom 13.04.2011 – XII ZR 131/​09, NJW 2011, 1741 Rn. 8)).

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 19. Okto­ber 2011 – XII ZB 250/​11

  1. MünchKommZPO/​Fischer 3. Aufl. §116 FamFG Rn. 4; Musielak/​Borth FamFG 2. Aufl. § 116 Rn. 3[]

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