Erin­ne­rung bei nicht erreich­tem Beschwer­de­wert

Ist in einer Betreu­ungs­sa­che der Beschwer­de­wert im Sin­ne des § 61 Abs. 1 FamFG nicht erreicht, hat der in einem Fest­set­zungs­ver­fah­ren nach § 168 FamFG täti­ge Rechts­pfle­ger die ein­ge­leg­te Beschwer­de als Erin­ne­rung aus­zu­le­gen und sie bei Nicht­ab­hil­fe dem Rich­ter zur abschlie­ßen­den Ent­schei­dung vor­zu­le­gen.

Erin­ne­rung bei nicht erreich­tem Beschwer­de­wert

Der Rechts­pfle­ger wird in einem sol­chen Fall den Rechts­be­helf des Ver­fah­rens­pfle­gers als Erin­ne­rung im Sin­ne des § 11 Abs. 2 RPflG aus­zu­le­gen und gemäß § 11 Abs. 2 Satz 3 RPflG dem Rich­ter zur abschlie­ßen­den Ent­schei­dung vor­zu­le­gen haben 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 15. August 2012 – XII ZB 442/​11

  1. vgl. Schmid Rechts­pfle­ger­ge­setz § 11 Rn. 2[]