Erle­di­gung im Beschwerdeverfahren

Eine auf ein Rechts­mit­tel bezo­ge­ne ein­sei­ti­ge Erle­di­gungs­er­klä­rung ist nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs jeden­falls dann zuläs­sig, wenn hier­für ein beson­de­res Bedürf­nis besteht, weil nur auf die­se Wei­se eine ange­mes­se­ne Kos­ten­ent­schei­dung zu erzie­len ist1, und zudem das erle­di­gen­de Ereig­nis als sol­ches außer Streit steht2.

Erle­di­gung im Beschwerdeverfahren

In einem sol­chen Fall bleibt dem Betrof­fe­nen allein die Erle­di­gungs­er­klä­rung sei­nes Rechts­mit­tels, um der durch eine Zurück­wei­sung des Rechts­mit­tels dro­hen­den Kos­ten­last zu ent­ge­hen3. Denn eine Rück­nah­me der Rechts­be­schwer­de liegt nicht im Inter­es­se des Betrof­fe­nen. Sie hät­te zur Fol­ge, dass er die Kos­ten des Rechts­mit­tels zu tra­gen hät­te, unab­hän­gig davon ob es ursprüng­lich begrün­det war oder nicht4.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 26. August 2020 – XII ZB 243/​19

  1. BGH Beschlüs­se vom 20.12.2018 – I ZB 24/​17 – DGVZ 2019, 79 Rn. 10 mwN; und vom 20.01.2009 – VIII ZB 47/​08 , FamRZ 2009, 684 Rn. 4 mwN[]
  2. BGH Beschlüs­se vom 05.07.2005 – VII ZB 10/​05 , FamRZ 2005, 1832; und vom 20.01.2009 – VIII ZB 47/​08 , FamRZ 2009, 684 Rn. 6[]
  3. BGH Beschluss vom 29.03.2018 – I ZB 54/​17 , NJW-RR 2019, 317 Rn. 10[]
  4. vgl. BGH Beschluss vom 20.01.2009 – VIII ZB 47/​08 , FamRZ 2009, 684 Rn. 5[]