Erwei­te­rung der Betreu­ung auf alle Ange­le­gen­hei­ten

Bei der Erwei­te­rung des Auf­ga­ben­krei­ses auf "alle Ange­le­gen­hei­ten" gemäß § 1896 Abs. 2 BGB ist audrück­lich zu prü­fen, ob die­se Erwei­te­rung auch erfor­der­lich ist.

Erwei­te­rung der Betreu­ung auf alle Ange­le­gen­hei­ten

Für wel­che Auf­ga­ben­krei­se ein Betreu­ungs­be­darf besteht, ist auf­grund der kon­kre­ten, gegen­wär­ti­gen Lebens­si­tua­ti­on des Betrof­fe­nen zu beur­tei­len.

Dabei genügt es zwar, wenn ein Hand­lungs­be­darf in dem betref­fen­den Auf­ga­ben­kreis jeder­zeit auf­tre­ten kann 1.

Bei der Erwei­te­rung einer bestehen­den Betreu­ung bedarf es aller­dings der Dar­le­gung, wel­cher kon­kre­te Hand­lungs­be­darf hin­zu­ge­tre­ten ist oder wes­halb ansons­ten der bis­he­ri­ge Auf­ga­ben­kreis nicht aus­reicht.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. Mai 2019 – XII ZB 7/​19

  1. BGH, Beschluss vom 23.01.2019 XII ZB 397/​18 Fam­RZ 2019, 638 Rn. 12 mwN[]