Exter­ne Tei­lung von Fonds­an­tei­len – und die Bezeich­nung des Ausgleichswerts

Bei der exter­nen Tei­lung eines aus Fonds­an­tei­len bestehen­den Anrechts kann der Aus­gleichs­wert grund­sätz­lich in Antei­len an die­sem Ver­mö­gen ange­ge­ben werden.

Exter­ne Tei­lung von Fonds­an­tei­len – und die Bezeich­nung des Ausgleichswerts

Die Tei­lung in Form der jewei­li­gen Bezugs­grö­ße des Anrechts (vgl. § 5 Abs. 1 VersAus­glG) ent­spricht der Funk­ti­on des Ver­sor­gungs­aus­gleichs nicht nur bei der inter­nen, son­dern auch bei der exter­nen Tei­lung grund­sätz­lich am besten.

Eine Umrech­nung des Aus­gleichs­werts in einen Kapi­tal­be­trag erfor­dert erst § 14 Abs. 4 VersAus­glG, nach dem mit einem wei­te­ren (Zahlungs-)Ausspruch fest­ge­legt wird, wel­che kon­kre­te Geld­sum­me bei Rechts­kraft der Ent­schei­dung zum Ver­sor­gungs­aus­gleich vom Ver­sor­gungs­trä­ger des Aus­gleichs­pflich­ti­gen an den Ver­sor­gungs­trä­ger des Aus­gleichs­be­rech­tig­ten zu zah­len ist. Anhand die­ser Geld­sum­me gestal­tet sich bei dem Ziel­ver­sor­gungs­trä­ger das neu zu begrün­den­de Anrecht für den Aus­gleichs­be­rech­tig­ten. Kann der Aus­gleichs­wert auf der Grund­la­ge der Bezugs­grö­ße der abge­ben­den Ver­sor­gung für den Zeit­punkt der Rechts­kraft der Ent­schei­dung in voll­streck­ba­rer Wei­se abs­trakt ange­ge­ben wer­den, ist die­ser Wert glei­cher­ma­ßen sowohl für den Gestal­tungs­aus­spruch nach § 14 Abs. 1 VersAus­glG als auch für den Zah­lungs­aus­spruch nach §§ 14 Abs. 4 VersAus­glG, 222 Abs. 3 FamFG geeig­net [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 13. Janu­ar 2021 – XII ZB 401/​20

  1. BGH, Beschluss vom 11.07.2018 – XII ZB 336/​16 , FamRZ 2018, 1745 Rn. 16 ff. mwN[]

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