Fik­ti­ve Ein­kom­mens­zu­rech­nung beim Kin­des­un­ter­halt

Die Zurech­nung fik­ti­ver Ein­künf­te setzt vor­aus, dass der Unter­halts­pflich­ti­ge die ihm zumut­ba­ren Anstren­gun­gen, eine ange­mes­se­ne Erwerbs­tä­tig­keit zu fin­den, nicht oder nicht aus­rei­chend unter­nom­men hat und bei genü­gen­den Bemü­hun­gen eine rea­le Beschäf­ti­gungs­chan­ce bestan­den hät­te.

Fik­ti­ve Ein­kom­mens­zu­rech­nung beim Kin­des­un­ter­halt

Trotz der nach § 1603 Abs. 2 Satz 1 BGB gestei­ger­ten Unter­halts­pflicht gegen­über min­der­jäh­ri­gen Kin­dern kön­nen dem Unter­halts­pflich­ti­gen fik­ti­ve Ein­künf­te aus einer Neben­tä­tig­keit nur inso­weit zuge­rech­net wer­den, als ihm eine sol­che Tätig­keit im Ein­zel­fall zumut­bar ist.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 3. Dezem­ber 2008 – XII ZR 182/​06