Mehr­be­darf des Kin­des­un­ter­halts im Man­gel­fall

Im Man­gel­fall ist ein Mehr­be­darf des Kin­des­un­ter­halts gegen­über dem Min­dest­be­darf sub­si­di­är 1 und fin­det daher zunächst kei­nen Ein­gang in eine Man­gel­fall­be­rech­nung.

Mehr­be­darf des Kin­des­un­ter­halts im Man­gel­fall

Beim Zusam­men­tref­fen von Unter­halts­an­sprü­chen min­der­jäh­ri­ger und pri­vi­le­giert voll­jäh­ri­ger Kin­der errech­net sich auch im Man­gel­fall die Anteils­haf­tung für das pri­vi­le­giert voll­jäh­ri­ge Kind ohne Vor­weg­ab­zug des den min­der­jäh­ri­gen Kin­dern geschul­de­ten Unter­halts 2.

Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart, Beschluss vom 07.03.2012 – 11 UF 331/​11

  1. Hand­buch des Fach­an­walts Fami­li­en­recht/​Gerhardt, 8. Auf­la­ge, 2011, 6. Kapi­tel, Rn. 745; Hand­buch des Fach­an­walts Familienrecht/​Seiler, aaO, 6. Kapi­tel, Rn. 292[]
  2. OLG Stutt­gart Fam­RZ 2007,75; Wendl/​Klinkhammer, 8. Auf­la­ge, 2011, § 2, Rn. 598 f. unter aus­drück­li­cher Auf­ga­be der bis zur Vor­auf­la­ge gegen­tei­lig ver­tre­te­nen Auf­fas­sung; abwei­chen­der jedoch abzu­leh­nen­der Rechen­weg ledig­lich bei Schwab/​Borth, Hand­buch des Schei­dungs­rechts, 6. Aufl., 2010, V, Rn. 179 f.[]