Min­dest­be­trag für Betreu­ungs­un­ter­halt

Der Unter­halts­be­darf der Kin­des­mut­ter wegen Betreu­ung eines nicht­ehe­lich gebo­re­nen Kin­des bemisst sich jeden­falls nach einem Min­dest­be­darf in Höhe des Exis­tenz­mi­ni­mums, der unter­halts­recht­lich mit dem not­wen­di­gen Selbst­be­halt eines Nicht­er­werbs­tä­ti­gen (zur Zeit 770 €) pau­scha­liert wer­den darf1.

Min­dest­be­trag für Betreu­ungs­un­ter­halt

Hat der Unter­halts­be­rech­tig­te kei­ne kind- oder eltern­be­zo­ge­nen Grün­de für eine Ver­län­ge­rung des Betreu­ungs­un­ter­halts über die Voll­endung des drit­ten Lebens­jah­res des Kin­des hin­aus vor­ge­tra­gen, kön­nen sol­che nur inso­weit berück­sich­tigt wer­den, als sie auf der Grund­la­ge des sonst fest­ge­stell­ten Sach­ver­halts auf der Hand lie­gen.

BGH, Urteil vom 16. Dezem­ber 2009 – XII ZR 50/​08

  1. im Anschluss an BGHZ 177, 272, 287 = Fam­RZ 2008, 1738, 1743 []