Nachträglicher Ausgleich eines im Versorgungsausgleich übergangenen Anrechtes

Ist im Rahmen der Scheidung der Versorgungsausgleich durchgeführt, dabei jedoch ein auszugleichendes Anrecht übergangen worden, kommt auch nach Rechtskraft der Entscheidung zum Versorgungsausgleich jedenfalls insofern ein nachträglicher Ausgleich des übergangenen Anrechts in Betracht, als das Gericht eine entsprechende Vereinbarung, die die Ehegatten geschlossen und die beteiligten Versorgungsträger gebilligt haben, durch entsprechenden Beschluss umsetzt.

Nachträglicher Ausgleich eines im Versorgungsausgleich übergangenen Anrechtes

Es ist sehr umstritten, ob und ggf. wie ein im Rahmen des nach neuem Recht durchgeführten Versorgungsausgleichs vergessenes Anrecht in einem neuen Verfahren nachträglich ausgeglichen werden kann. Nach Ansicht des Oberlandesgerichts Celle bestehen aber jedenfalls dann keine Bedenken gegen einen insofern von beiden Ehegatten gewünschten ergänzenden Ausgleich, wenn er auf einer Vereinbarung der Ehegatten beruht, der die beteiligten Versorgungsträger zustimmen.

Oberlandesgericht Celle, Beschluss vom 25. Juni 2013 – 10 UF 90/12