Per­sön­li­che Anhö­rung im Betreu­ungs­ver­fah­ren – und das wegen Coro­na unwil­li­ge Gericht

Der pau­scha­le Ver­weis des Gerichts auf die mit der Coro­na-Pan­de­mie ver­bun­de­nen Gesund­heits­ge­fah­ren ist nicht geeig­net, das Abse­hen von der per­sön­li­chen Anhö­rung des Betrof­fe­nen zu recht­fer­ti­gen1.

Per­sön­li­che Anhö­rung im Betreu­ungs­ver­fah­ren – und das wegen Coro­na unwil­li­ge Gericht

Dies gilt zumal, wenn sich ‑wie im hier ent­schie­de­nen Fall, den Aus­füh­run­gen des Gerichts nicht ent­neh­men lässt, das kei­ne Mög­lich­keit bestan­den hät­te, die­sen all­ge­mei­nen Gefah­ren durch eine ent­spre­chen­de Gestal­tung der Anhö­rungs­si­tua­ti­on Rech­nung zu tra­gen2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. Febru­ar 2021 – XII ZB 503/​20

  1. im Anschluss an BGH, Beschluss vom 14.10.2020 – XII ZB 235/​20 , FamRZ 2021, 138[]
  2. vgl. dazu BGH, Beschlüs­se vom 18.11.2020 – XII ZB 179/​20 , FamRZ 2021, 303 Rn. 10; und vom 14.10.2020 – XII ZB 235/​20 , FamRZ 2021, 138 Rn.20 ff.[]

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