Rechts­be­helfs­be­leh­rung und Anwalts­zwang

Die nach § 39 FamFG zu ertei­len­de Rechts­be­helfs­be­leh­rung muss auch über einen bestehen­den Anwalts­zwang infor­mie­ren.

Rechts­be­helfs­be­leh­rung und Anwalts­zwang

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs muss eine Rechts­be­helfs­be­leh­rung auch über einen bestehen­den Anwalts-zwang infor­mie­ren 1. Genügt eine erteil­te Rechts­be­helfs­be­leh­rung die­sen Anfor­de­run­gen nicht, wird wegen der Unvoll­stän­dig­keit der Rechts­be­helfs­be­leh­rung wird gemäß § 17 Abs. 2 FamFG gegen­über dem anwalt­lich nicht vetre­te­nen Betrof­fe­nen ver­mu­tet, dass die Ver­säu­mung der Frist für die (form­rich­ti­ge) Ein­le­gung der Rechts­be­schwer­de durch ihn nicht ver­schul­det wor­den ist.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. August 2012 – XII ZB 141/​12

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 13.06.2012 – XII ZB 592/​11, Fam­RZ 2012, 1287, Rn. 7; und vom 23.06.2010 – XII ZB 82/​10, Fam­RZ 2010, 1425 Rn. 14[]