Rechts­über­gang für Ver­bund­ver­fah­ren am 1. Sep­tem­ber 2010

Ein im Rah­men eines vor dem 1. Sep­tem­ber 2009 ein­ge­lei­te­ten Schei­dungs­ver­bund­ver­fah­rens geführ­tes unselb­stän­di­ges Ver­fah­ren auf einst­wei­li­ge Anord­nung zum Tren­nungs­un­ter­halt ist ab dem 1. Sep­tem­ber 2010 jeden­falls dann zum selb­stän­di­gen Ver­fah­ren gewor­den, wenn für das die Fol­ge­sa­che Ver­sor­gungs­aus­gleich mit­um­fas­sen­de Schei­dungs­ver­bund­ver­fah­ren zu die­sem Zeit­punkt nach Art. 111 Abs. 5 FGGRe­formG das seit dem 1. Sep­tem­ber 2009 gel­ten­de Ver­fah­rens­recht maß­geb­lich gewor­den ist und das Anord­nungs­ver­fah­ren danach noch wei­ter­be­trie­ben wur­de.

Rechts­über­gang für Ver­bund­ver­fah­ren am 1. Sep­tem­ber 2010

Dabei kann dahin­ste­hen, ob das Fami­li­en­ge­richt tat­säch­lich das nach dem 1. Sep­tem­ber 2009 par­al­lel zu einem ent­spre­chen­den Haupt­sa­che­ver­fah­ren ein­ge­lei­te­te vor­lie­gen­de Ver­fah­ren betref­fend eine einst­wei­li­ge Anord­nung über Tren­nungs­un­ter­halt zum damals anhän­gi­gen und noch dem vor dem 1. Sep­tem­ber 2009 unter­lie­gen­den Schei­dungs­ver­bund­ver­fah­ren ver­bin­den durf­te. Jeden­falls näm­lich mit dem 1. Sep­tem­ber 2010, zu dem auch für das – auch die Fol­ge­sa­che Ver­sor­gungs­aus­gleich, über die noch kei­ne erst­in­stanz­li­che End­ent­schei­dung ergan­gen war, umfas­sen­de – Schei­dungs­ver­bund­ver­fah­ren gemäß Art. 111 Abs. 5 FGG-ReformG das zum 1. Sep­tem­ber 2009 in Kraft getre­te­ne Ver­fah­rens­recht maß­geb­lich wur­de, ist das vor­lie­gen­de, damals nicht bereits abge­schlos­se­ne Anord­nungs­ver­fah­ren wie­der zur selb­stän­di­gen Fami­li­en­sa­che gewor­den.

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Beschluss vom 13. Febru­ar 2012 – 10 WF 30/​12