Rück­nah­me einer betreu­ungs­ge­richt­li­chen Geneh­mi­gung – und die Beschwer­de der Betreue­rin

Bei der Rück­nah­me einer betreu­ungs­ge­richt­li­chen Geneh­mi­gung zu einem von der Betreue­rin vor­ge­nom­me­nen Grund­stücks­ver­kauf fehlt es der Betreue­rin an der erfor­der­li­chen Beschwer­de­be­rech­ti­gung.

Rück­nah­me einer betreu­ungs­ge­richt­li­chen Geneh­mi­gung – und die Beschwer­de der Betreue­rin

§ 303 Abs. 4 Satz 1 FamFG räumt dem Betreu­er nicht das Recht zur Beschwer­de im eige­nen Namen ein 1. Und die Geneh­mi­gungs­er­tei­lung hat die Betreue­rin auch nicht in eige­nen Rech­ten im Sin­ne des § 59 Abs. 1 FamFG beein­träch­tigt.

Inwie­weit die ohne Beschwer­de­be­rech­ti­gung ein­ge­leg­te Beschwer­de bei frist­ge­rech­tem Ein­gang gleich­wohl geeig­net gewe­sen wäre, den Ein­tritt der for­mel­len Rechts­kraft zu ver­hin­dern 2, konn­te der Bun­des­ge­richts­hof im hier ent­schie­de­nen Fall wegen der Frist­ver­säum­nis dahin­ste­hen las­sen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 2. Dezem­ber 2015 – XII ZB 283/​15

  1. BGH, Beschlüs­se vom 05.11.2014 XII ZB 117/​14 Fam­RZ 2015, 249 Rn. 6 ff.; und vom 04.12 2013 XII ZB 333/​13 Fam­RZ 2014, 470 Rn. 6[]
  2. vgl. etwa Keidel/​Engelhardt FamFG 18. Aufl. § 45 Rn. 12, 17; Prütting/​Helms/​Abramenko FamFG 3. Aufl. § 45 Rn. 5[]