Tatbestandliche Feststellungen in Familiensachen

Tatbestandliche Feststellungen des Beschwerdegerichts in einer Familienstreitsache können nicht mit der Verfahrensrüge aus §§ 74 Abs. 3 Satz 3, 71 Abs. 3 Nr. 2 lit. b FamFG oder mit einer entsprechenden verfahrensrechtlichen Gegenrüge des Rechtsbeschwerdegegners angegriffen werden, sondern allein mit einem Antrag auf Tatbestandsberichtigung nach § 113 Abs. 1 FamFG i.V.m. § 320 ZPO1.

Tatbestandliche Feststellungen in Familiensachen

Tatbestandliche Feststellungen des Berufungsgerichts können nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht mit der Verfahrensrüge nach § 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 ZPO oder mit einer entsprechenden verfahrensrechtlichen Gegenrüge des Revisionsbeklagten angegriffen, sondern allein mit einem Antrag auf Tatbestandsberichtigung nach § 320 ZPO beseitigt werden2.

Entsprechendes gilt in Familienstreitsachen, wie sich aus §§ 74 Abs. 3 Satz 3, 71 Abs. 3 Nr. 2 lit. b FamFG und § 113 Abs. 1 FamFG i.V.m. § 320 ZPO3 ergibt.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 2. Oktober 2013 – XII ZB 249/12

  1. im Anschluss an BGH, Urteil vom 10.05.2011 – II ZR 227/09, NJW 2011, 2292 []
  2. BGH Urteil vom 10.05.2011 – II ZR 227/09 NJW 2011, 2292 Rn.19 mwN []
  3. vgl. dazu Keidel/Weber FamFG 17. Aufl. § 113 Rn. 4 [zu § 42 FamFG] []
  4. vgl. Keidel/Weber, FamFG, 18. Auflage 2014, § 150 Rn. 14 []