Unter­brin­gung – und die Wirk­sam­keit der Vor­sor­ge­voll­macht

Gemäß § 1906 Abs. 5 BGB setzt die Unter­brin­gung durch einen Bevoll­mäch­tig­ten vor­aus, dass die Voll­macht schrift­lich erteilt ist und die­se Maß­nah­me aus­drück­lich umfasst.

Unter­brin­gung – und die Wirk­sam­keit der Vor­sor­ge­voll­macht

Die Fra­ge, ob der Betrof­fe­ne im Zeit­punkt der Voll­mach­ter­tei­lung nach § 104 Nr. 2 BGB geschäfts­un­fä­hig war, hat das Gericht nach § 26 FamFG von Amts wegen auf­zu­klä­ren. Ein blo­ßer Ver­dacht genügt nicht, um die Ver­mu­tung der Wirk­sam­keit einer vor­lie­gen­den Voll­machts­ur­kun­de zu erschüt­tern.

Kann die Unwirk­sam­keit einer Vor­sor­ge­voll­macht nicht posi­tiv fest­ge­stellt wer­den, bleibt es bei der wirk­sa­men Bevoll­mäch­ti­gung 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. Sep­tem­ber 2016 – XII ZB 119/​16

  1. BGH, Beschluss vom 03.02.2016 XII ZB 425/​14 Fam­RZ 2016, 701 Rn. 11[]