Unter­brin­gung zur Zwangs­be­hand­lung

Da die Ein­wil­li­gung des Betreu­ers in eine Zwangs­be­hand­lung man­gels gesetz­li­cher Grund­la­ge nicht geneh­mi­gungs­fä­hig ist, kommt die Geneh­mi­gung einer ent­spre­chen­den Unter­brin­gung nach § 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB nicht in Betracht, wenn die Heil­be­hand­lung wegen der Wei­ge­rung des Betrof­fe­nen, sich behan­deln zu las­sen, nicht durch­ge­führt wer­den kann 1.

Unter­brin­gung zur Zwangs­be­hand­lung

Die Geneh­mi­gung einer Unter­brin­gung zur Heil­be­hand­lung nach § 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB kommt aller­dings noch in den Fäl­len in Betracht, in denen nicht von vorn­her­ein aus­ge­schlos­sen ist, dass sich der Betrof­fe­ne in der Unter­brin­gung behan­deln las­sen wird, sein natür­li­cher Wil­le also nicht bereits der medi­zi­nisch not­wen­di­gen Behand­lung ent­ge­gen­steht und er die Not­wen­dig­keit der Unter­brin­gung nicht ein­sieht 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. August 2012 – XII ZB 671/​11

  1. im Anschluss an BGH, Beschlüs­se vom 20.06.2012 – XII ZB 99/​12 und XII ZB 130/​12[]
  2. im Anschluss an BGHZ 166, 141, 152 = Fam­RZ 2006, 615, 618[]