Unter­brin­gungs­ver­fah­ren – und die Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Ver­fah­rens­pfle­ge­rin gegen die Unter­su­chungs­an­ord­nung

Die Ver­fah­rens­pfle­ge­rin ist bereits auf­grund ihrer ein­fach­recht­li­chen Bestel­lung als Ver­fah­rens­pfle­ge­rin befugt, Ver­fas­sungs­be­schwer­de ein­zu­le­gen und mit die­ser – aus­nahms­wei­se – Rech­te der Betrof­fe­nen in eige­nem Namen wahr­zu­neh­men 1.

Unter­brin­gungs­ver­fah­ren – und die Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Ver­fah­rens­pfle­ge­rin gegen die Unter­su­chungs­an­ord­nung

Der Rechts­weg ist mit Erlass der Unter­su­chungs­an­ord­nung erschöpft. Die gericht­li­che Anord­nung, die Betrof­fe­ne – wenn nötig – gegen ihren Wil­len in Räum­lich­kei­ten des Gerichts durch die Sach­ver­stän­di­ge unter­su­chen zu las­sen, ist eine nicht inst­anz­ab­schlie­ßen­de Zwi­schen­ent­schei­dung und als sol­che gemäß § 58 Abs. 1 FamFG nicht selbst­stän­dig anfecht­bar 2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 11. April 2018 – 2 BvR 328/​18

  1. vgl. nur BVerfG, Beschluss der 2. Kam­mer des Zwei­ten Bun­des­ge­richts­hofs vom 16.03.2018 – 2 BvR 253/​18 , Rn. 10 ff.[]
  2. vgl. Bud­de, in: Kei­del, FamFG, 19. Aufl.2017, § 283 Rn. 7[]