Unter­su­chungs­an­ord­nung im Unter­brin­gungs­ver­fah­ren – und die Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Ver­fah­rens­pfle­ge­rin

Die gericht­li­che Anord­nung im Unter­brin­gungs­ver­fah­ren, die Betrof­fe­ne – wenn nötig – gegen ihren Wil­len in ihrer Woh­nung durch die Sach­ver­stän­di­ge unter­su­chen zu las­sen, ist eine nicht inst­anz­ab­schlie­ßen­de Zwi­schen­ent­schei­dung und als sol­che gemäß § 58 Abs. 1 FamFG nicht selbst­stän­dig anfecht­bar 1.

Unter­su­chungs­an­ord­nung im Unter­brin­gungs­ver­fah­ren – und die Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Ver­fah­rens­pfle­ge­rin

Der Rechts­weg ist daher erschöpft, die Ver­fas­sungs­be­schwer­de somit zuläs­sig.

Auch ist die Ver­fah­rens­pfle­ge­rin bereits auf­grund ihrer bis­he­ri­gen ein­fach­ge­richt­li­chen Bestel­lung als Ver­fah­rens­pfle­ge­rin befugt, Ver­fas­sungs­be­schwer­de ein­zu­le­gen und mit die­ser – aus­nahms­wei­se – Rech­te der Betrof­fe­nen in eige­nem Namen gel­tend zu machen 2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 15. Febru­ar 2018 – 2 BvR 253/​18

  1. vgl. Bud­de, in: Kei­del, FamFG, 19. Aufl.2017, § 283 Rn. 7[]
  2. vgl. BVerfG, Beschluss vom 22.05.2013 – 1 BvR 372/​13 4 ff.; Beschluss vom 05.12 2016 – 1 BvR 2569/​16 39; Engel­hardt, in: Kei­del, FamFG, 18. Aufl.2014, § 158 Rn. 44a[]