Ver­sor­gungs­aus­gleich bei kom­mu­na­len Wahl­be­am­ten

Ein kom­mu­na­ler Wahl­be­am­ter hat eine zunächst alter­na­tiv aus­ge­stal­te­te Ver­sor­gungs­aus­sicht, näm­lich ent­we­der auf Nach­ver­si­che­rung in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung oder auf Beam­ten­ver­sor­gung.

Ver­sor­gungs­aus­gleich bei kom­mu­na­len Wahl­be­am­ten

Wird die­se Ver­sor­gungs­aus­sicht auf­grund einer erst nach dem Ende der Ehe­zeit erfolg­ten Wie­der­wahl und nach Ablauf der damit ver­bun­de­nen wei­te­ren Amts­pe­ri­ode zu einer Anwart­schaft auf Beam­ten­ver­sor­gung, so ist die in der Ehe erwor­be­ne Ver­sor­gung des Wahl­be­am­ten nach des­sen fik­ti­vem Anspruch auf Nach­ver­si­che­rung zu bewer­ten; die Ver­sor­gung ist aller­dings ihrer Art nach im Wege des Qua­si-Split­tings aus­zu­glei­chen, wenn die Wie­der­wahl vor der letz­ten tatrich­ter­li­chen Ent­schei­dung erfolgt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. Juli 2009 – XII ZB 191/​06