Vor­sor­ge­voll­macht – und die Not­wen­dig­keit einer Betreu­ung

Auf­grund einer von der Betrof­fe­nen erteil­ten nota- riel­len Vor­sor­ge­voll­macht ist eine Betreu­er­be­stel­lung regel­mä­ßig nicht erfor­der­lich (§ 1896 Abs. 2 Satz 2 BGB).

Vor­sor­ge­voll­macht – und die Not­wen­dig­keit einer Betreu­ung

Aller­dings steht eine Vor­sor­ge­voll­macht der Bestel­lung eines Betreu­ers dann nicht ent­ge­gen, wenn

  • Beden­ken gegen die Wirk- sam­keit der Voll­macht bestehen 1 oder
  • der Bevoll­mäch­tig­te unge­eig­net ist, die Ange­le­gen­hei­ten des Betrof­fe­nen zu besor­gen, ins­be­son­de­re weil zu befürch­ten ist, dass die Wahr­neh­mung der Inter­es­sen des Betrof­fe­nen durch jenen eine kon­kre­te Gefahr für das Wohl des Betrof­fe­nen begrün­det, etwa weil erheb­li­che Beden­ken an der Red­lich­keit des Vor­sor­ge­be­voll­mäch­tig­ten bestehen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 18. März 2015 – XII ZB 370/​14

  1. BGH, Beschluss vom 15.12 2010 XII ZB 165/​10 Fam­RZ 2011, 285 Rn. 11[]
  2. BGH, Beschluss vom 13.04.2011 XII ZB 584/​10 Fam­RZ 2011, 964 Rn. 15 mwN[]