Zuwen­dun­gen in der nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft

Hat der gemein­schafts­be­zo­ge­nen Zuwen­dung in einer nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft die Vor­stel­lung oder Erwar­tung zugrun­de gele­gen, die Lebens­ge­mein­schaft, deren Aus­ge­stal­tung sie allein gedient hat, wer­de Bestand haben, ent­fällt die Geschäfts­grund­la­ge nicht dadurch, dass die Lebens­ge­mein­schaft durch den Tod des Zuwen­den­den ein natür­li­ches Ende gefun­den hat.

Zuwen­dun­gen in der nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft

Hat der Zuwen­den­de das Ver­mö­gen des ande­ren in der Erwar­tung ver­mehrt, an dem erwor­be­nen Gegen­stand im Rah­men der nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft lang­fris­tig par­ti­zi­pie­ren zu kön­nen, schließt der Tod des Zuwen­den­den eine Zweck­ver­feh­lung i.S. des § 812 Abs. 1 Satz 2 Alt. 2 BGB (und damit eine Rück­for­de­rung nach den Regeln der unge­recht­fer­tig­ten Berei­che­rung) regel­mä­ßig aus.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 25. Novem­ber 2009 – XII ZR 92/​06