Aktu­el­le Rege­lung zum Kurz­ar­bei­ter­geld ver­län­gert

Der Bun­des­tag hat dem „Gesetz für bes­se­re Beschäf­ti­gungs­chan­cen“ zuge­stimmt und damit der­zeit bestehen­de, befris­te­te Son­der­re­ge­lun­gen zu eini­gen Arbeits­markt­in­stru­men­te wie das Kurz­ar­bei­ter­geld und der Ein­glie­de­rungs­zu­schuss für älte­re Arbeit­neh­mer ver­län­gert.

Aktu­el­le Rege­lung zum Kurz­ar­bei­ter­geld ver­län­gert

Betrie­be kön­nen damit auch in die­sem Jahr Kurz­ar­bei­ter­geld bis zu 18 Mona­te bean­tra­gen. Auch wenn ein Unter­neh­men erst im Dezem­ber 2010 wegen Auf­trags­ver­lus­ten Kurz­ar­beit anmel­det, kann der Zeit­raum dafür bis Mit­te 2012 betra­gen.

Die Bun­des­agen­tur für Arbeit über­nimmt dabei einen Teil des Loh­nes. In den ers­ten sechs Mona­ten trägt die Bun­des­agen­tur für Arbeit die Hälf­te der Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge – ab dem sieb­ten Monat trägt sie die kom­plet­ten Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge. Auch die­se Erstat­tungs­re­ge­lung gilt nun bis Ende März 2012.

Eben­falls bis Ende 2011 ver­län­gert wer­den eini­ge arbeits­markt­po­li­ti­sche Instru­men­te für älte­re Beschäf­tig­te und für Berufs­ein­stei­ger:

  • die För­de­rung der Wei­ter­bil­dung beschäf­tig­ter älte­rer Arbeit­neh­mer in klei­nen und mit­tel­gro­ßen Unter­neh­men,
  • der Ein­glie­de­rungs­zu­schuss für Älte­re,
  • die Ent­gelt­si­che­rung für älte­re Arbeit­neh­mer.

Für Berufs­ein­stei­ger wur­den des Wei­te­ren noch

  • die Rege­lung zur erwei­ter­ten Berufs­ori­en­tie­rung und
  • der Aus­bil­dungs­bo­nus für Lehr­lin­ge insol­ven­ter Betrie­be.

bis Ende 2013 ver­län­gert.

Mit der Rege­lung zur erwei­ter­ten Berufs­ori­en­tie­rung kann die Berufs­ori­en­tie­rung für Schü­le­rin­nen und Schü­ler all­ge­mein­bil­den­der Schu­len über vier Wochen hin­aus und wäh­rend der Unter­richts­zeit geför­dert wer­den.

Der Aus­bil­dungs­bo­nus für Lehr­lin­ge insol­ven­ter Betrie­be wird ver­län­gert, damit sie gege­be­nen­falls ihre Aus­bil­dung an ande­rer Stel­le been­den kön­nen. Im Jahr 2009 wur­den 2.456 Aus­bil­dungs­bo­ni in Insol­venz­fäl­len bewil­ligt.

Außer­dem kön­nen sich durch das Gesetz wei­ter­hin Aus­lands­be­schäf­tig­te und arbeits­lo­se Exis­tenz­grün­der frei­wil­lig in der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung ver­si­chern. Damit sol­len Hemm­nis­se beim Schritt in die Selbst­stän­dig­keit abge­baut und Erwerbs­tä­tig­keit geför­dert wer­den.