All­er­gen­dich­te Matrat­zen-Enca­sings auf Kos­ten der Kran­ken­ver­si­che­rung

Matrat­zen-Enca­sings sind nicht im GKV-Hilfs­mit­tel­ver­zeich­nis ( § 139 Abs 1 SGB V) gelis­tet und haben des­halb kei­ne Über­prü­fung gemäß § 139 Abs 4 SGB V erfah­ren. Ein Anspruch auf Ver­sor­gung im Hin­blick auf die "Erfor­der­lich­keit im Ein­zel­fall" besteht nur, soweit das begehr­te Hilfs­mit­tel geeig­net, aus­rei­chend, zweck­mä­ßig und wirt­schaft­lich ist und das Maß des Not­wen­di­gen nicht über­schrei­tet; dar­über hin­aus­ge­hen­de Leis­tun­gen darf die Kran­ken­kas­se gemäß § 12 Abs 1 SGB V nicht bewil­li­gen.

All­er­gen­dich­te Matrat­zen-Enca­sings auf Kos­ten der Kran­ken­ver­si­che­rung

So die Ent­schei­dung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Klä­gers, der die Anschaf­fungs­kos­ten für zwei all­er­gen­dich­te Matrat­zen­kom­plett­um­hül­lun­gen (sog Matrat­zen-Enca­sings) erstat­tet bekom­men möch­te. Der Klä­ger lei­det unter einer all­er­gi­schen Rhi­ni­tis und Kon­junk­ti­vi­tis sowie einem all­er­gi­schen Asth­ma bei nach­ge­wie­se­ner Sen­si­bi­li­sie­rung gegen Haus­staub­mil­ben. Im Novem­ber 2004 bean­trag­te er unter Vor­la­ge einer das Begeh­ren unter­stüt­zen­den ärzt­li­chen Beschei­ni­gung sowie eines Kos­ten­vor­anschlags der Fir­ma A. die Ver­sor­gung mit all­er­gen­dich­ten Kissen‑, Ober­bett- und Matrat­zen­kom­plett­um­hül­lun­gen für das eige­ne Bett und für das Part­ner­bett. Die Beklag­te lehn­te den Antrag ab, weil die begehr­ten Bezü­ge nicht in dem Ver­zeich­nis über von der Leis­tungs­pflicht der Gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) umfass­te Hilfs­mit­tel (Hilfs­mit­tel­ver­zeich­nis – HMV) auf­ge­führt sei­en und es sich im Übri­gen um von der Leis­tungs­pflicht der GKV aus­ge­schlos­se­ne all­ge­mei­ne Gebrauchs­ge­gen­stän­de des täg­li­chen Lebens han­de­le.

Das Sozi­al­ge­richt Hal­le 1 hat die Beklag­te unter Ände­rung der ange­foch­te­nen Beschei­de zur Über­nah­me der Kos­ten für zwei all­er­gen­dich­te Matrat­zen-Enca­sings abzüg­lich der Kos­ten für ein­fa­che Matrat­zen­scho­ner ver­ur­teilt und die Kla­ge im Übri­gen abge­wie­sen. Wäh­rend des Beru­fungs­ver­fah­rens hat der Klä­ger – nach­dem er 2005 zunächst anti­all­er­ge­ne Matrat­zen­spann­be­zü­ge erwor­ben hat­te – zwei Matrat­zen-Enca­sings der Fir­ma A. mit den Maßen 80 x 190 x 20 zum Preis von 156 Euro ange­schafft. Auf die Beru­fung der Beklag­ten hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Sach­sen-Anhalt 2 das Urteil der Vor­in­stanz – soweit der Kla­ge statt­ge­ge­ben wor­den ist – auf­grund der nun­mehr begehr­ten Kos­ten­er­stat­tung neu­ge­fasst, die Beklag­te zur Zah­lung von 122 Euro (nach Abzug von 24 Euro für erspar­te Auf­wen­dun­gen und 10 Euro Zuzah­lung) ver­ur­teilt und die Beru­fung im Übri­gen zurück­ge­wie­sen . Mit der vom Lan­des­so­zi­al­ge­richt zuge­las­se­nen Revi­si­on rügt die Beklag­te eine Ver­let­zung der Amts­er­mitt­lungs­pflicht (§ 103 SGG) sowie von mate­ri­el­lem Recht (§ 33 Abs 1 S 1 iVm §§ 12 Abs 1 und 13 Abs 3 SGB V). Die Vor­in­stanz habe die für die Beur­tei­lung der Erfor­der­lich­keit und Wirt­schaft­lich­keit der ursprüng­lich begehr­ten Ver­sor­gung not­wen­di­gen Tat­sa­chen nur unzu­rei­chend ermit­telt.

Nach Auf­fas­sung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts rei­chen die bis­her getrof­fe­nen Fest­stel­lun­gen nicht aus, um abschlie­ßend über das auf Kos­ten­er­stat­tung gerich­te­te Kla­ge­be­geh­ren ent­schei­den zu kön­nen. Nach­dem der Klä­ger im Beru­fungs­ver­fah­ren sein ursprüng­lich auf Sach­leis­tung gerich­te­tes Begeh­ren im Wege der zuläs­si­gen Antrags­än­de­rung (§ 153 Abs 1 iVm § 99 Abs 3 Nr 3 SGG) auf Erstat­tung der Kos­ten für die zwi­schen­zeit­lich selbst beschaff­ten all­er­gen­dich­ten Matrat­zen-Enca­sings umge­stellt hat, ist auch im Revi­si­ons­ver­fah­ren nur noch hier­über zu ent­schei­den 3.

Rechts­grund­la­ge für den Kos­ten­er­stat­tungs­an­spruch ist § 13 Abs 3 SGB V iVm § 15 Abs 1 SGB IX. Danach ist die Kran­ken­kas­se als Trä­ger der medi­zi­ni­schen Reha­bi­li­ta­ti­on zur Erstat­tung der Kos­ten für eine vom Ver­si­cher­ten selbst beschaff­te Leis­tung ua dann ver­pflich­tet, wenn sie die­se zu Unrecht abge­lehnt hat und zwi­schen der rechts­wid­ri­gen Ableh­nung und der Kos­ten­last des Ver­si­cher­ten ein Ursa­chen­zu­sam­men­hang besteht 4. Die Fra­ge, ob die begehr­te Leis­tung zu Unrecht abge­lehnt wur­de, ist nach dem für den jewei­li­gen Reha­bi­li­ta­ti­ons­trä­ger gel­ten­den Leis­tungs­recht zu beur­tei­len – für Leis­tun­gen der GKV somit nach den Bestim­mun­gen des SGB V 5.

Die im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren gel­tend gemach­ten Auf­wen­dun­gen des Klä­gers für den Erwerb von anti­all­er­ge­nen Matrat­zen­kom­plett­um­hül­lun­gen beru­hen ursäch­lich auf der Ver­sa­gung der Leis­tung durch die Beklag­te, so dass der nach Wort­laut und Zweck des § 13 SGB V not­wen­di­ge Ursa­chen­zu­sam­men­hang zwi­schen der Kos­ten­last des Ver­si­cher­ten und der Leis­tungs­ab­leh­nung durch die Kran­ken­kas­se 6 besteht. Hier­an wür­de es indes feh­len, wenn die Kran­ken­kas­se vor der Beschaf­fung der Leis­tung durch den Ver­si­cher­ten nicht mit dem Leis­tungs­be­geh­ren befasst wur­de, obwohl dies mög­lich gewe­sen wäre 7. Dies ist hier jedoch nicht der Fall. Der Klä­ger hat im Novem­ber 2004 die Ver­sor­gung mit all­er­gen­dich­ten Matrat­zen­kom­plett­um­hül­lun­gen bei der Beklag­ten bean­tragt und die Bezü­ge erst nach Ableh­nung der Leis­tung spä­ter – im Mai 2008 – selbst beschafft. Die­se Kau­sa­li­tät wur­de auch nicht durch die zwi­schen­zeit­li­che Anschaf­fung von anti­all­er­ge­nen Matrat­zen­spann­be­zü­gen durch­bro­chen. Die­se vom Klä­ger im Jah­re 2005 erwor­be­nen Bezü­ge in "Dis­coun­ter­qua­li­tät" sind eine ande­re als die bean­trag­te Leis­tung. Die streit­ge­gen­ständ­li­chen Matrat­zen­kom­plett­um­hül­lun­gen sind kein Ersatz für die inzwi­schen durch mehr­fa­ches Waschen funk­ti­ons­un­taug­lich gewor­de­nen anti­all­er­ge­nen Matrat­zen­spann­be­zü­ge, son­dern ein "Ali­ud" zu jenen, so dass der Klä­ger auch unter dem Gesichts­punkt der Ersatz­be­schaf­fung nicht gehal­ten war, die Ver­sor­gung mit Matrat­zen-Enca­sings vor deren Anschaf­fung im Mai 2008 erneut zu bean­tra­gen. Von einer Ersatz­be­schaf­fung iS des § 33 Abs 1 S 4 SGB V – für die im Übri­gen sämt­li­che für die Erst­aus­stat­tung gel­ten­den Tat­be­stands­vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen müs­sen 8 – wäre viel­mehr nur dann aus­zu­ge­hen, wenn an die Stel­le des bis­her genutz­ten Hilfs­mit­tels ein in sei­ner Funk­ti­on und Wirk­wei­se ver­gleich­ba­rer Gegen­stand trä­te. Die streit­ge­gen­ständ­li­chen Matrat­zen-Enca­sings unter­schei­den sich jedoch hin­sicht­lich der Ver­ar­bei­tung wesent­lich und in einer auf die Funk­ti­on Ein­fluss neh­men­den Wei­se von den 2005 ange­schaff­ten Bezü­gen. Wäh­rend die 2005 erwor­be­nen Matrat­zen­be­zü­ge als Spann­be­zü­ge kon­zi­piert waren, han­delt es sich bei den 2008 ange­schaff­ten Bezü­gen um Enca­sings – dies ist der Fach­be­be­griff für mil­ben- und all­er­gen­dich­te Kom­plett­um­hül­lun­gen von Matrat­zen, Kis­sen und Ober­bet­ten 9. Ins­be­son­de­re durch die­se das All­er­gen­rück­hal­te­ver­mö­gen beein­flus­sen­de Kom­plett­um­hül­lung 10 unter­schei­den sich Matrat­zen-Enca­sings von Matrat­zen­spann­be­zü­gen aus anti­all­er­ge­nem Mate­ri­al.

Aller­dings ver­mag das Bun­des­so­zi­al­ge­richt auf der Grund­la­ge der bis­her vom Lan­des­so­zi­al­ge­richt fest­ge­stell­ten Tat­sa­chen nicht abschlie­ßend zu beur­tei­len, ob der Klä­ger zum Zeit­punkt der Leis­tungs­ver­schaf­fung nach den leis­tungs­recht­li­chen Bestim­mun­gen des SGB V einen Anspruch auf Aus­stat­tung mit all­er­gen­dich­ten Matrat­zen­kom­plett­um­hül­lun­gen für das eige­ne und das Part­ner­bett hat­te, ob also die Beklag­te die Leis­tung zu Unrecht abge­lehnt hat.

Maß­ge­ben­de Vor­schrift für die Leis­tungs­pflicht der GKV im Bereich der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung ist § 33 Abs 1 S 1 SGB V in der zum Zeit­punkt der Leis­tungs­ver­schaf­fung, dh der Rech­nungs­le­gung am 6.5.2008 11, gel­ten­den Fas­sung durch das Gesetz zur Stär­kung des Wett­be­werbs in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung 12. Danach haben Ver­si­cher­te Anspruch auf Ver­sor­gung mit Hör­hil­fen, Kör­per­er­satz­stü­cken, ortho­pä­di­schen und ande­ren Hilfs­mit­teln, die im Ein­zel­fall erfor­der­lich sind, um den Erfolg einer Kran­ken­be­hand­lung zu sichern, einer dro­hen­den Behin­de­rung vor­zu­beu­gen oder eine Behin­de­rung aus­zu­glei­chen, soweit die Hilfs­mit­tel nicht als all­ge­mei­ne Gebrauchs­ge­gen­stän­de des täg­li­chen Lebens anzu­se­hen oder nach § 34 Abs 4 SGB V aus­ge­schlos­sen sind. Dabei besteht ein Anspruch auf Ver­sor­gung im Hin­blick auf die "Erfor­der­lich­keit im Ein­zel­fall" nur, soweit das begehr­te Hilfs­mit­tel geeig­net, aus­rei­chend, zweck­mä­ßig und wirt­schaft­lich ist und das Maß des Not­wen­di­gen nicht über­schrei­tet; dar­über hin­aus­ge­hen­de Leis­tun­gen darf die Kran­ken­kas­se gemäß § 12 Abs 1 SGB V nicht bewil­li­gen. Hin­ge­gen ist weder die ver­trags­ärzt­li­che Ver­ord­nung (§ 73 Abs 2 S 1 Nr 7 SGB V) des begehr­ten Hilfs­mit­tels noch des­sen Lis­tung im HMV der GKV (§ 139 SGB V) ver­bind­lich für die Leis­tungs­pflicht der Kran­ken­kas­se 13.

Bei den vom Klä­ger sei­ner­zeit bean­trag­ten Matrat­zen-Enca­sings han­delt es sich um Hilfs­mit­tel iS des § 33 Abs 1 S 1 SGB V. Zu den Hilfs­mit­teln zäh­len alle säch­li­chen medi­zi­ni­schen Leis­tun­gen, wäh­rend in Abgren­zung hier­zu dem Begriff der Heil­mit­tel (§ 32 SGB V) alle per­sön­lich erbrach­ten medi­zi­ni­schen Dienst­leis­tun­gen unter­fal­len 14. Dem steht nicht ent­ge­gen, dass das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in zwei zurück­lie­gen­den Ent­schei­dun­gen die Auf­fas­sung ver­tre­ten hat­te, dass anti­all­er­ge­ne Kis­sen- und Matrat­zen­über­zü­ge kein Hilfs­mit­tel sind, aber ein Heil­mit­tel sein kön­nen 15. Die­ser Recht­spre­chung lag noch das zu § 182 Abs 1 Nr 1c iVm § 182b RVO ent­wi­ckel­te und zunächst auf­grund der ver­gleich­ba­ren For­mu­lie­rung unter Gel­tung des SGB V bei­be­hal­te­ne Begriffs­ver­ständ­nis zugrun­de, wonach die Abgren­zung zwi­schen Heil- und Hilfs­mit­teln nach dem Zweck der Maß­nah­me zu erfol­gen hat: Wäh­rend Hilfs­mit­tel dazu bestimmt sein soll­ten, fort­be­stehen­de gesund­heit­li­che Defi­zi­te kör­per­li­cher oder geis­tig-see­li­scher Art im Rah­men des Mög­li­chen aus­zu­glei­chen oder erträg­li­cher zu machen, waren Heil­mit­tel nach dama­li­gem Ver­ständ­nis zur the­ra­peu­ti­schen Ein­fluss­nah­me auf den Krank­heits­zu­stand im Sin­ne der Siche­rung des Heil­erfol­ges oder zu Heil­zwe­cken bestimmt. Die­ser Auf­fas­sung wur­de mit der Ein­füh­rung der §§ 30 und 31 SGB VII durch das Unfall­ver­si­che­rungs-Ein­ord­nungs­ge­setz 16 die Grund­la­ge ent­zo­gen 17. Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt hat die­se Recht­spre­chung auf­ge­ge­ben und folgt seit­dem eben­falls einer an der Maß­nah­me­art ori­en­tier­ten Abgren­zung 18. Als säch­li­ches Mit­tel sind die Matrat­zen-Enca­sings daher ein Hilfs­mit­tel iS des § 33 Abs 1 S 1 SGB V.

Die vom Klä­ger ange­schaff­ten Matrat­zen-Enca­sings die­nen pri­mär dem Ver­sor­gungs­ziel der Siche­rung des Erfol­ges einer Kran­ken­be­hand­lung (§ 33 Abs 1 S 1 Alt 1 SGB V). Der Siche­rung des Erfol­ges einer Kran­ken­be­hand­lung dient ein säch­li­ches Mit­tel, soweit es spe­zi­fisch im Rah­men der ärzt­lich ver­ant­wor­te­ten Kran­ken­be­hand­lung ein­ge­setzt wird, um zu ihrem Erfolg bei­zu­tra­gen 19. Der spe­zi­fi­sche Bezug zur ärzt­lich ver­ant­wor­te­ten Kran­ken­be­hand­lung setzt vor­aus, dass die Ver­wen­dung des begehr­ten Hilfs­mit­tels in einem engen Zusam­men­hang zu einer andau­ern­den, auf einem ärzt­li­chen The­ra­pie­plan beru­hen­den Behand­lung durch ärzt­li­che und ärzt­lich ange­lei­te­te Leis­tungs­er­brin­ger steht und für die geziel­te Ver­sor­gung im Sin­ne der Behand­lungs­zie­le des § 27 Abs 1 S 1 SGB V als erfor­der­lich anzu­se­hen ist 20. Der Klä­ger lei­det nach den Fest­stel­lun­gen des Lan­des­so­zi­al­ge­richts seit Jah­ren unter den Sym­pto­men einer chro­ni­schen Rhi­ni­tis und Kon­junk­ti­vi­tis sowie inzwi­schen auch unter asth­ma­ti­schen Beschwer­den. Ursäch­lich hier­für ist eine nach­ge­wie­se­ne Sen­si­bi­li­sie­rung gegen Haus­staub­mil­ben bzw deren Aus­schei­dungs­pro­duk­te. Er befin­det sich wegen der all­er­gie­be­ding­ten Beschwer­den in lau­fen­der ärzt­li­cher Behand­lung, ua wur­de wäh­rend des Kla­ge­ver­fah­rens eine Hypo­sen­si­bi­li­sie­rung durch­ge­führt. Zur Unter­stüt­zung die­ser ärzt­li­chen Behand­lung hat der Klä­ger die streit­ge­gen­ständ­li­chen Enca­sings als Maß­nah­me der All­er­gen­ka­renz ange­schafft. Dem steht nicht ent­ge­gen, dass die bis­he­ri­ge Behand­lung beim Klä­ger (noch) nicht zu einem der Siche­rung bedür­fen­den the­ra­peu­ti­schen Erfolg geführt hat, son­dern mit der Ent­wick­lung eines Asth­ma bron­chia­le viel­mehr eine all­er­gie­be­ding­te Fol­ge­er­kran­kung (sog "Eta­gen­wech­sel") ein­ge­tre­ten ist. Denn es ist im Rah­men von § 33 Abs 1 S 1 Alt 1 SGB V aus­rei­chend, wenn mit dem Hilfs­mit­tel ein the­ra­peu­ti­scher Erfolg ange­strebt wird 21. Ein sol­cher the­ra­peu­ti­sche Erfolg kann bei all­er­gi­schen Erkran­kun­gen regel­mä­ßig (nur) in der Prä­ven­ti­on (bei Risiko­per­so­nen) sowie in einer Bes­se­rung bzw Besei­ti­gung der all­er­gi­schen Krank­heits­sym­pto­me (bei bereits erkrank­ten Per­so­nen) bestehen, da auf­grund der noch weit­ge­hend unge­klär­ten Ursa­chen für die Ent­ste­hung all­er­gi­scher Erkran­kung kau­sa­le The­ra­pie­an­sät­ze nur in beschränk­tem Umfang zur Ver­fü­gung ste­hen 22. Die­se sym­pto­ma­ti­schen bzw immun­sti­mu­la­to­ri­schen The­ra­pie­an­sät­ze kön­nen durch Maß­nah­men zur Ein­däm­mung des All­er­gen­zu­flus­ses, dh eine weit­ge­hen­de All­er­gen­ka­renz, unter­stützt wer­den 23. Matrat­zen-Enca­sings die­nen nach den Anga­ben der Her­stel­ler­fir­ma einer sol­chen All­er­gen­ka­renz in Bezug auf Haus­staub­mil­ben und wur­den zu die­sem Zweck zur Unter­stüt­zung der lau­fen­den ärzt­li­chen Behand­lung ange­schafft.

Aller­dings rei­chen die von der Vor­in­stanz fest­ge­stell­ten Tat­sa­chen nicht aus, um die Erfor­der­lich­keit der Ver­wen­dung von Matrat­zen-Enca­sings zur Siche­rung des Erfol­ges einer Kran­ken­be­hand­lung iS des § 33 Abs 1 S 1 SGB V abschlie­ßend beur­tei­len zu kön­nen.

Die Erfor­der­lich­keit eines Hilfs­mit­tels zur Errei­chung der in § 33 Abs 1 S 1 SGB V genann­ten Ver­sor­gungs­zie­le zählt eben­so wie die Hilfs­mit­tel­ei­gen­schaft und das Nicht­vor­lie­gen der in § 33 Abs 1 S 1 Halbs 2 SGB V for­mu­lier­ten Aus­schluss­tat­be­stän­de zu den objek­ti­ven, dh unab­hän­gig vom kon­kre­ten Ein­zel­fall zu beur­tei­len­den Anspruchs­vor­aus­set­zun­gen 24. Hier­für ist allein die Ziel­set­zung des § 33 SGB V und somit die Abgren­zung der Leis­tungs­pflicht der GKV von der­je­ni­gen ande­rer Trä­ger nach einem abs­trakt-auf­ga­ben­be­zo­gen Maß­stab aus­schlag­ge­bend. Im Rah­men die­ser objek­ti­ven Erfor­der­lich­keit ist die (objek­ti­ve) Eig­nung und Not­wen­dig­keit des begehr­ten Hilfs­mit­tels zur Errei­chung der in § 33 Abs 1 S 1 SGB V genann­ten Ver­sor­gungs­zie­le zu beur­tei­len. Erst wenn ein Hilfs­mit­tel in die­sem Sin­ne objek­tiv erfor­der­lich ist, muss unter Anle­gung eines kon­kret-indi­vi­du­el­len Maß­sta­bes geprüft wer­den, ob es auch im kon­kre­ten Ein­zel­fall erfor­der­lich, dh geeig­net, not­wen­dig und wirt­schaft­lich ist 5.

Vor­lie­gend sind sowohl zur Beur­tei­lung der objek­ti­ven als auch der sub­jek­ti­ven Erfor­der­lich­keit wei­te­re Tat­sa­chen fest­zu­stel­len.

Maß­ge­bend für die Beur­tei­lung der objek­ti­ven Erfor­der­lich­keit eines Hilfs­mit­tels zur Errei­chung der in § 33 Abs 1 S 1 SGB V genann­ten Ver­sor­gungs­zie­le ist der aktu­el­le, all­ge­mein aner­kann­te Stand der medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­se. Die Maß­geb­lich­keit die­ses "Wis­sen­schafts­ge­bots" für die Erfor­der­lich­keit iS des § 33 Abs 1 S 1 SGB V folgt zum einen aus der für das gesam­te kran­ken­ver­si­che­rungs­recht­li­che Leis­tungs­recht gel­ten­den Vor­schrift des § 2 Abs 1 S 3 SGB V, wonach Qua­li­tät und Wirk­sam­keit der Leis­tun­gen dem all­ge­mein aner­kann­ten Stand der medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­se zu ent­spre­chen haben, und ergibt sich zum ande­ren aus dem sys­te­ma­ti­schen Zusam­men­hang zwi­schen § 33 und § 139 SGB V. § 139 SGB V ermäch­tigt den Spit­zen­ver­band Bund der Kran­ken­kas­sen zur Erstel­lung des HMV; die dar­in gelis­te­ten Hilfs­mit­tel erfül­len grund­sätz­lich die Vor­aus­set­zun­gen des die Leis­tungs­pflicht der GKV im Hilfs­mit­tel­be­reich fest­le­gen­den § 33 SGB V. Soweit § 139 Abs 4 SGB V die Auf­nah­me eines Hilfs­mit­tels in das HMV ua davon abhän­gig macht, dass der Her­stel­ler des­sen Funk­ti­ons­taug­lich­keit und – soweit erfor­der­lich – den medi­zi­ni­schen Nut­zen nach­weist, han­delt es sich um Aus­prä­gun­gen der objek­ti­ven Erfor­der­lich­keit eines Hilfs­mit­tels zur Errei­chung der in § 33 Abs 1 S 1 SGB V genann­ten Ver­sor­gungs­zie­le. Dabei meint die Funk­ti­ons­taug­lich­keit im hilfs­mit­tel­recht­li­chen Kon­text die (tech­ni­sche) Eig­nung eines Hilfs­mit­tels für die vor­ge­se­he­ne Ver­wen­dung 25, für die auf­grund des dar­ge­stell­ten sys­te­ma­ti­schen Zusam­men­hangs wie­der­um die in § 33 Abs 1 S 1 SGB V bezeich­ne­ten Ver­sor­gungs­zie­le maß­ge­bend sind. Ent­schei­dend sind inso­weit die vom Her­stel­ler vor­ge­ge­be­ne Zweck­be­stim­mung und die Pro­dukt­leis­tung 26. Auch der medi­zi­ni­sche Nut­zen (in der bis 31.3.2007 gel­ten­den Fas­sung des § 139 Abs 2 SGB V noch der the­ra­peu­ti­sche Nut­zen) ist in Bezug auf das jewei­li­ge Ver­sor­gungs­ziel des § 33 Abs 1 S 1 SGB V aus­zu­le­gen; wäh­rend er zB bei Hilfs­mit­teln zum Behin­de­rungs­aus­gleich weit­ge­hend iden­tisch mit der Funk­ti­ons­taug­lich­keit ist 27, muss der medi­zi­ni­sche Nut­zen bei Hilfs­mit­teln zur Siche­rung des Erfolgs einer Kran­ken­be­hand­lung unter Berück­sich­ti­gung des jewei­li­gen Behand­lungs­kon­zepts beur­teilt wer­den 28. Für die objek­ti­ve Erfor­der­lich­keit eines Hilfs­mit­tels iS des § 33 Abs 1 S 1 SGB V ist daher eben­so wie für die Beur­tei­lung der die­ses Leis­tungs­merk­mal kon­kre­ti­sie­ren­den Kri­te­ri­en der Funk­ti­ons­taug­lich­keit und des medi­zi­ni­schen Nut­zens in § 139 Abs 4 SGB V der all­ge­mein aner­kann­te Stand der medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­se aus­schlag­ge­bend. Hier­von aus­ge­hend ist ein Hilfs­mit­tel iS des § 33 Abs 1 S 1 SGB V objek­tiv erfor­der­lich, wenn die Mehr­heit der ein­schlä­gi­gen Fach­leu­te die objek­ti­ve Eig­nung des Hilfs­mit­tels zur Errei­chung des jewei­li­gen Ver­sor­gungs­ziels befür­wor­tet und von ein­zel­nen, nicht ins Gewicht fal­len­den Gegen­stim­men abge­se­hen, inso­weit Kon­sens besteht 29. Bezo­gen auf die objek­ti­ve Erfor­der­lich­keit eines Hilfs­mit­tels zur Siche­rung des Erfol­ges einer Kran­ken­be­hand­lung bedeu­tet dies, dass sich die Mehr­heit der ein­schlä­gi­gen wis­sen­schaft­li­chen und in einer aus­rei­chen­den Zahl von Fäl­len durch­ge­führ­ten Stu­di­en und Ana­ly­sen für den medi­zi­ni­schen Nut­zen und die Funk­ti­ons­taug­lich­keit des betref­fen­den Hilfs­mit­tels im Rah­men der ärzt­li­chen Behand­lung aus­ge­spro­chen haben muss.

Gemes­sen an die­sem Maß­stab rei­chen – wie die Beklag­te zu Recht gerügt hat – die Fest­stel­lun­gen der Vor­in­stan­zen nicht aus, um zu ent­schei­den, dass die Ver­wen­dung von Matrat­zen-Enca­sings bei bereits lang­jäh­rig erkrank­ten erwach­se­nen Ver­si­cher­ten nach dem all­ge­mein aner­kann­ten medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­stand objek­tiv erfor­der­lich ist, um den Erfolg einer (all­er­go­lo­gi­schen) Kran­ken­be­hand­lung zu sichern. Das Lan­des­so­zi­al­ge­richt hat die objek­ti­ve Erfor­der­lich­keit vor­lie­gend allein auf der Grund­la­ge der vom Klä­ger im Ver­fah­ren vor­ge­leg­ten Fach­li­te­ra­tur und der ein­ge­hol­ten ärzt­li­chen Befund­be­rich­te ange­nom­men. Damit wird jedoch dem in § 2 Abs 1 S 3 SGB V pos­tu­lier­ten Wis­sen­schafts­ge­bot nicht Rech­nung getra­gen, weil die genann­ten Unter­la­gen und Ermitt­lungs­er­geb­nis­se den all­ge­mein aner­kann­ten medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­stand zur objek­ti­ven Erfor­der­lich­keit von Enca­sings nicht umfas­send wie­der­ge­ben.

Die wei­te­ren Ermitt­lun­gen zum Nach­weis der objek­ti­ven Erfor­der­lich­keit von Enca­sings sind nicht des­halb ent­behr­lich, weil die Vor­in­stanz fest­ge­stellt hat, "die grund­sätz­li­che Wirk­sam­keit und Erfor­der­lich­keit die­ses All­er­gie­schut­zes" wer­de durch die umfang­rei­che vom Klä­ger vor­ge­leg­te und vom Sozi­al­ge­richt in den Rechts­streit ein­ge­führ­te Fach­li­te­ra­tur sowie die ärzt­li­chen Stel­lung­nah­men bestä­tigt. Ent­spre­chen­des gilt im Hin­blick auf die vom Beklag­ten­ver­tre­ter im Erör­te­rungs­ter­min vor dem Lan­des­so­zi­al­ge­richt abge­ge­be­ne Erklä­rung, "der the­ra­peu­ti­sche Nut­zen soge­nann­ter Enca­sings … wer­de von der Beklag­ten grund­sätz­lich nicht bestrit­ten". Denn bei den im Rah­men der objek­ti­ven Erfor­der­lich­keit not­wen­di­gen Dar­le­gun­gen zum all­ge­mein aner­kann­ten Stand der medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­se han­delt es sich um gene­rel­le Tat­sa­chen, bezüg­lich derer das Revi­si­ons­ge­richt nicht an die Fest­stel­lun­gen der Vor­in­stan­zen gebun­den ist (§ 163 SGG) und die auch nicht durch eine Erklä­rung der Betei­lig­ten der revi­si­ons­ge­richt­li­chen Prü­fung ent­zo­gen wer­den kön­nen. Wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se zu Mög­lich­kei­ten der Krank­heits­ver­ur­sa­chung und der the­ra­peu­ti­schen Beein­fluss­bar­keit sowie zur Eig­nung von the­ra­peu­ti­schen Ver­fah­ren sind kei­ne den Ein­zel­fall betref­fen­den Tat­sa­chen, son­dern all­ge­mei­ne und somit gene­rel­le Tat­sa­chen, die eine über den zu ent­schei­den­den Fall hin­aus­ge­hen­de Bedeu­tung auf­wei­sen 30. Es han­delt sich um sog Recht­s­tat­sa­chen, die für die Aus­le­gung, also die Bestim­mung des Inhalts einer Rechts­norm benö­tigt wer­den und das Revi­si­ons­ge­richt daher nicht bin­den 31.

Die vom Lan­des­so­zi­al­ge­richt als Basis für die Beur­tei­lung der objek­ti­ven Erfor­der­lich­keit her­an­ge­zo­ge­nen und vom Klä­ger vor­ge­leg­ten fach­wis­sen­schaft­li­chen Ver­öf­fent­li­chun­gen geben den all­ge­mein aner­kann­ten Stand der medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­se zur Erfor­der­lich­keit von Enca­sings zur Siche­rung des Erfol­ges einer Kran­ken­be­hand­lung nur rudi­men­tär wie­der. Soweit in die­sen Ver­öf­fent­li­chun­gen die Auf­fas­sung ver­tre­ten wird, durch die Ver­wen­dung von Enca­sings als Maß­nah­me der All­er­gen­ka­renz wür­den die Sym­pto­me einer all­er­gi­schen Erkran­kung gelin­dert und auf die­se Wei­se die Behand­lung der All­er­gie posi­tiv beein­flusst 32, sind die­se Erkennt­nis­se nicht unbe­strit­ten.

Wirk­sam­keit und Eig­nung von Enca­sings wer­den in der Fach­li­te­ra­tur viel­mehr kon­tro­vers dis­ku­tiert 33. Ursäch­lich hier­für ist der Umstand, dass die Wirk­sam­keits- und Eig­nungs­fra­ge wesent­lich von der Aus­wahl des einer Stu­die zugrun­de geleg­ten Pati­en­ten­kol­lek­tivs und dem Stu­di­en­de­sign beein­flusst wird 34. Beein­flus­sen­de Fak­to­ren sind zB das Alter der Pro­b­an­ten, Art, Aus­prä­gung und Behand­lung der all­er­gi­schen Erkran­kung sowie die Fra­ge von wei­te­ren Maß­nah­men der All­er­gen­ka­renz. Die­sen Umstand berück­sich­ti­gend kommt die durch Meta­ana­ly­sen unter­mau­er­te Natio­na­le Ver­sor­gungs­Leit­li­nie Asth­ma 35 zu dem Ergeb­nis, dass es grö­ße­rer und sorg­fäl­ti­ger kon­trol­lier­ter Stu­di­en bedür­fe, um einen ein­deu­ti­gen Nut­zen der Karenz von Haus­staub­mil­ben als sekun­där­prä­ven­ti­ve Maß­nah­me bei Asth­ma auf­zu­zei­gen 36. Ins­be­son­de­re waren die ein­be­zo­ge­nen Stu­di­en zur Wirk­sam­keit der Mil­ben­prä­ven­ti­on bei erwach­se­nen Pati­en­ten wider­sprüch­lich 37. Wäh­rend sich in einer unter Aus­wer­tung von 54 Ein­zel­stu­di­en erstell­ten Ana­ly­se die bewer­te­ten phy­si­ka­li­schen und che­mi­schen Metho­den der Mil­ben­prä­ven­ti­on ins­ge­samt als kli­nisch unwirk­sam erwie­sen haben und auch die Wirk­sam­keit von häus­li­chen Maß­nah­men der All­er­gen­ka­renz für eine Reduk­ti­on der Sym­pto­me ato­pi­scher Erkran­kun­gen in einer neu­en Meta­ana­ly­se nicht nach­ge­wie­sen wur­de, konn­te in einer ande­ren Stu­die nicht nur eine All­er­gen­re­duk­ti­on, son­dern auch eine wesent­li­che Bes­se­rung der all­er­gi­schen Sym­pto­me und eine Ver­rin­ge­rung des Medi­ka­men­ten­ver­brauchs belegt wer­den 38.

Vor die­sem Hin­ter­grund ist für das Bun­des­so­zi­al­ge­richt nicht erkenn­bar, ob die vor­ge­leg­ten Unter­la­gen die in einem wis­sen­schaft­li­chen Dis­kurs gebil­de­te Mehr­heits­mei­nung der ein­schlä­gi­gen Fach­leu­te über den medi­zi­ni­schen Nut­zen wie­der­ge­ben oder ob es sich um Ein­zel­mei­nun­gen zu die­ser Fra­ge han­delt. Gera­de ange­sichts der dar­ge­stell­ten fach­wis­sen­schaft­li­chen Kon­tro­ver­sen wird die Fra­ge der objek­ti­ven Erfor­der­lich­keit von Enca­sings nur in einer dem Wis­sen­schafts­ge­bot genü­gen­den Wei­se beant­wor­tet, wenn im Ein­zel­nen auf­ge­lis­tet und bewer­tet wird, wel­che Fach­leu­te und Fach­in­sti­tu­tio­nen sich auf wel­cher Grund­la­ge für die Eig­nung der Ver­wen­dung von Enca­sings zur Siche­rung des Erfol­ges einer all­er­go­lo­gi­schen Behand­lung aus­ge­spro­chen haben und wel­che inso­weit eher eine ableh­nen­de Posi­ti­on ein­neh­men 39.

Hin­zu kommt, dass die vom Klä­ger vor­ge­leg­ten und vom Lan­des­so­zi­al­ge­richt der Beur­tei­lung zugrun­de geleg­ten Stu­di­en und fach­wis­sen­schaft­li­chen Ver­öf­fent­li­chun­gen nicht den aktu­el­len medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­stand wie­der­ge­ben. So ist ua die vom Klä­ger in Bezug genom­me­ne Leit­li­nie des Akti­ons­bünd­nis­ses All­er­gie­prä­ven­ti­on aus dem Jahr 2004 40 durch eine 2009 über­ar­bei­te­te S3-Leit­li­nie All­er­gie­prä­ven­ti­on 41 ersetzt wor­den und ent­spricht somit nicht mehr dem aktu­el­len Erkennt­nis­stand. Die übri­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen datie­ren aus den Jah­ren 2000, 2004 und 2005, so dass auch deren Aktua­li­tät – ins­be­son­de­re ange­sichts der in der Natio­na­len Ver­sor­gungs­Leit­li­nie Asth­ma 42 zusam­men­ge­fass­ten Erkennt­nis­se – nicht mehr gewähr­leis­tet ist.

Letzt­lich bele­gen auch die von den Vor­in­stan­zen durch­ge­führ­ten Ermitt­lun­gen den all­ge­mein aner­kann­ten Stand der medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­se nicht in aus­rei­chen­der Wei­se. Das Lan­des­so­zi­al­ge­richt hat ledig­lich die behan­deln­den Ärz­te des Klä­gers zu des­sen Gesund­heits­zu­stand befragt. Soweit in die­sem Zusam­men­hang Aus­sa­gen zur objek­ti­ven Erfor­der­lich­keit der Matra­zen-Enca­sings gemacht wur­den, han­delt es sich um die Mei­nung ein­zel­ner Fach­leu­te, die zudem ledig­lich eine Aus­sa­ge über die Eig­nung im kon­kre­ten Ein­zel­fall tref­fen und schon aus die­sem Grund als Mit­tel zum Nach­weis der objek­ti­ven Erfor­der­lich­keit nicht genü­gen.

Ver­gleich­ba­re Fest­stel­lun­gen sind zur Funk­ti­ons­taug­lich­keit der streit­ge­gen­ständ­li­chen Enca­sings zu tref­fen. Die vom Klä­ger inso­weit vor­ge­leg­ten Unter­la­gen, die eine Reduk­ti­on der All­er­gen­men­ge im Staub durch die Ver­wen­dung von Enca­sings mit bestimm­ten Mate­ri­al­ei­gen­schaf­ten bestä­ti­gen 43, geben eben­falls kei­nen umfas­sen­den Über­blick über den all­ge­mein aner­kann­ten medi­zi­nisch-tech­ni­schen Erkennt­nis­stand zur Funk­ti­ons­taug­lich­keit von Matrat­zen-Enca­sings. Die All­ge­mein­ver­bind­lich­keit der in den vor­ge­leg­ten Berich­ten in Bezug genom­me­nen Schwel­len­wer­te für das All­er­gen­rück­hal­te­ver­mö­gen wur­de weder wis­sen­schaft­lich unter­mau­ert noch ist die Exis­tenz eines in der Fach­wis­sen­schaft all­ge­mein aner­kann­ten tech­ni­schen Ver­fah­rens zur Prü­fung der Funk­ti­ons­taug­lich­keit sol­cher Enca­sings belegt wor­den. Da auch die­se Kri­te­ri­en fach­wis­sen­schaft­lich durch­aus kon­tro­vers beur­teilt wer­den 44, ist inso­weit eben­falls eine umfas­sen­de Ermitt­lung und Wie­der­ga­be des all­ge­mein aner­kann­ten Erkennt­nis­stands gebo­ten.

Das Lan­des­so­zi­al­ge­richt wird daher im Rah­men sei­ner wei­te­ren Ermitt­lun­gen auf­zu­klä­ren haben, wie die objek­ti­ve Erfor­der­lich­keit (medi­zi­ni­scher Nut­zen und Funk­ti­ons­taug­lich­keit) von Matrat­zen-Enca­sings zur Siche­rung des Erfol­ges einer all­er­go­lo­gi­schen Behand­lung von der Mehr­heit der ein­schlä­gi­gen Fach­leu­te bewer­tet wird. Hier­zu sind mög­lichst alle wesent­li­chen und sich mit die­ser The­ma­tik beschäf­ti­gen­den Stu­di­en im natio­na­len und inter­na­tio­na­len Bereich her­an­zu­zie­hen, denn "all­ge­mein aner­kann­ter Stand der medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­se" iS des § 2 Abs 1 S 3 SGB V ist das­je­ni­ge, was sich im inter­na­tio­na­len wis­sen­schaft­li­chen Dis­kurs ob sei­ner wis­sen­schaft­li­chen Über­zeu­gungs­kraft durch­ge­setzt hat 45. Die Erkennt­nis­se sind auf einer mög­lichst brei­ten Grund­la­ge – dh unter Nut­zung der ver­füg­ba­ren medi­zi­ni­schen Daten­ban­ken und der ein­schlä­gi­gen Infor­ma­ti­ons- und Doku­men­ta­ti­ons­sys­te­me – zu gewin­nen 46. Bewer­tungs­re­le­vant sind nur Stu­di­en, die die Wirk­sam­keit von den Matrat­zen-Enca­sings in Bezug auf einen dem Klä­ger nach Alter, Art, Aus­prä­gung und Dau­er der Erkran­kung sowie durch­ge­führ­ter Behand­lung ver­gleich­ba­ren Per­so­nen­kreis zum Gegen­stand haben. In die­sem Zusam­men­hang ist auch zu klä­ren, ob die Siche­rung des Erfol­ges einer all­er­go­lo­gi­schen Kran­ken­be­hand­lung die Aus­stat­tung des Part­ner­bet­tes mit all­er­gen­dich­ten Matrat­zen­kom­plett­um­hül­lun­gen erfor­dert. Im Zuge der eben­falls nach­zu­ho­len­den Fest­stel­lun­gen zur Funk­ti­ons­taug­lich­keit ist zudem zu ermit­teln, ob wis­sen­schaft­lich unter­mau­er­te Schwel­len­wer­te für die Staub­par­ti­kel­durch­läs­sig­keit von Enca­sings und ein all­ge­mein aner­kann­tes Prüf­ver­fah­ren zur Fest­stel­lung ihrer tech­ni­schen Taug­lich­keit bestehen.

Soweit die noch aus­ste­hen­den Ermitt­lun­gen unter Hin­zu­zie­hung von Sach­ver­stän­di­gen durch­ge­führt wer­den sol­len, ist dar­auf zu ach­ten, dass es sich um Fach­gut­ach­ter bzw um Insti­tu­tio­nen han­delt, die den auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne all­ge­mein aner­kann­ten Stand der wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se als maß­ge­bend rezi­pie­ren und daher die Gewähr für eine umfas­sen­de und objek­ti­ve Beur­tei­lung des Sach­ver­hal­tes bie­ten. Dar­über hin­aus besteht die Mög­lich­keit, ein­schlä­gi­ge Fach­ge­sell­schaf­ten – zB zur Exis­tenz von all­ge­mein­ver­bind­li­chen Leit­li­ni­en – zu befra­gen.

Die­se Ermitt­lun­gen zur objek­ti­ven Erfor­der­lich­keit sind nicht vom erken­nen­den Senat vor­zu­neh­men. Zwar ist das Revi­si­ons­ge­richt grund­sätz­lich befugt, gene­rel­le Tat­sa­chen selbst fest­zu­stel­len. Dies ist vor­lie­gend jedoch untun­lich (§ 170 Abs 2 S 2 SGG), weil – für den Fall, dass die noch zu füh­ren­den Ermitt­lun­gen die objek­ti­ve Erfor­der­lich­keit der Enca­sings zur Siche­rung des Erfol­ges einer Kran­ken­be­hand­lung bestä­ti­gen – auch hin­sicht­lich der sub­jek­ti­ven Erfor­der­lich­keit der Matrat­zen-Enca­sings und zur Wirt­schaft­lich­keit wei­te­re tat­säch­li­che Fest­stel­lun­gen not­wen­dig sind.

Die­se wei­te­ren Fest­stel­lun­gen zur sub­jek­ti­ven Erfor­der­lich­keit betref­fen die Fra­ge, ob die Ver­wen­dung von Matrat­zen-Enca­sings im vor­lie­gen­den Ein­zel­fall geeig­net ist, die Behand­lung der all­er­gi­schen Erkran­kung gera­de beim Klä­ger in rele­van­ter Wei­se posi­tiv im Sin­ne einer Lin­de­rung der Sym­pto­me und einer Redu­zie­rung der Behand­lungs­dich­te bzw des Medi­ka­men­ten­ver­brauchs zu beein­flus­sen. In die­sem Kon­text bedarf es der Fest­stel­lung, in wel­chem Umfang die all­er­gi­sche Sym­pto­ma­tik (Schnup­fen, Kon­junk­ti­vi­tis und Asth­ma) auf die Haus­staub­mil­ben­sen­si­bi­li­sie­rung zurück­zu­füh­ren ist oder ob hier­für die eben­falls nach­ge­wie­se­ne Sen­si­bi­li­sie­rung auf ande­re All­er­ge­ne haupt­ur­säch­lich ist. Dies­be­züg­li­che Erkennt­nis­se kön­nen durch eine noch­ma­li­ge Befra­gung der behan­deln­den Ärz­te (zB zu den RAST-Stu­fen in den All­er­gie­tes­tung) gewon­nen wer­den. Zudem feh­len Fest­stel­lun­gen zur Behand­lungs­dich­te und zum Medi­ka­men­ten­ver­brauch sowie zur Ent­wick­lung der Erkran­kung nach Anschaf­fung der anti­all­er­ge­nen Matrat­zen­spann­be­zü­ge im Jah­re 2005.

Die dar­ge­stell­ten Erwä­gun­gen zur objek­ti­ven und sub­jek­ti­ven Erfor­der­lich­keit und den inso­weit nach­zu­ho­len­den Fest­stel­lun­gen gel­ten in glei­cher Wei­se für das Ver­sor­gungs­ziel der Vor­beu­gung einer dro­hen­den Behin­de­rung (§ 33 Abs 1 S 1 Alt 2 SGB V), auf wel­ches das Lan­des­so­zi­al­ge­richt den Anspruch des Klä­gers ten­den­zi­ell gestützt hat. Dar­über hin­aus müss­te in die­sem Kon­text aber auch dar­ge­legt und fest­ge­stellt wer­den, wel­che für eine all­er­gi­sche Erkran­kung typi­schen, dau­er­haf­ten und nicht beheb­ba­ren Funk­ti­ons­ein­schrän­kun­gen in abseh­ba­rer Zeit mit Wahr­schein­lich­keit im vor­lie­gen­den Ein­zel­fall zu befürch­ten sind 47.

Wei­te­re Ermitt­lun­gen sind letzt­lich auch zur Beur­tei­lung der Wirt­schaft­lich­keit der sei­ner­zeit begehr­ten Ver­sor­gung not­wen­dig. Inso­weit ist zu prü­fen, ob der mit einem Enca­sing erziel­te Effekt der Mil­ben­re­duk­ti­on in der Matrat­ze eben­so wirk­sam, aber kos­ten­güns­ti­ger durch ande­re Maß­nah­men erreicht wer­den kann. Die Beklag­te hat im Revi­si­ons­ver­fah­ren auf die Ver­füg­bar­keit spe­zi­el­ler All­er­gi­ker­ma­trat­zen und die Exis­tenz von beson­de­ren Rei­ni­gungs­ver­fah­ren ver­wie­sen. Aller­dings ver­mag der Senat nicht zu beur­tei­len, ob All­er­gi­ker­ma­trat­zen im Sin­ne beson­de­rer, für Haus­staub­mil­ben­all­er­gi­ker kon­zi­pier­ter und ein Matrat­zen-Enca­sing ent­behr­lich machen­der Matrat­zen der­zeit über­haupt auf dem Markt ange­bo­ten wer­den. Die übli­cher­wei­se unter der – nicht geschütz­ten – Bezeich­nung "All­er­gi­ker­ma­trat­ze" han­dels­üb­li­chen Matrat­zen (zB Matrat­zen ohne Ross­haar) dürf­ten wohl kaum in einem sach­li­chen Zusam­men­hang zur Haus­staub­mil­ben­all­er­gie ste­hen. Die von der Beklag­ten in Bezug genom­me­nen Rei­ni­gungs­ver­fah­ren kön­nen dage­gen grund­sätz­lich als geeig­ne­te Alter­na­ti­ve zu einem Matrat­zen-Enca­sing in Betracht kom­men. Aller­dings bedarf es inso­weit noch der Klä­rung, in wel­chem Umfang mit die­sen Rei­ni­gungs­maß­nah­men eine der Ver­wen­dung von Matrat­zen-Enca­sings ver­gleich­ba­re Reduk­ti­on der Mil­ben­kon­zen­tra­ti­on erreicht wer­den kann, in wel­chem zeit­li­chen Abstand die Rei­ni­gung not­wen­dig ist und mit wel­chem Auf­wand und wel­chen Kos­ten sie ver­bun­den sind.

Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 15. März 2012 – B 3 KR 2/​11 R

  1. SG Hal­le, Urteil vom 28.02.2006 – S 2 KR 80/​05[]
  2. LSG Sach­sen-Anhalt, Urteil vom 07.10.2010 – L 10 KR 17/​06[]
  3. vgl dazu BSG SozR 4 – 1300 § 48 Nr 10 RdNr 12; BSGE 79, 261, 262[]
  4. stRspr, vgl zuletzt BSG Urteil vom 18.05.2011 – B 3 KR 12/​10 R, RdNr 7 mwN – Roll­stuhl-Bike III[]
  5. BSG aaO[][]
  6. stRspr, vgl BSGE 105, 170 = SozR 4 – 2500 § 36 Nr 2, RdNr 11 – Hör­ge­rä­te­ver­sor­gung; BSGE 96, 161 = SozR 4 – 2500 § 13 Nr 8, RdNr 24[]
  7. stRspr, vgl zuletzt BSGE 105, 170 = SozR 4 – 2500 § 36 Nr 2, RdNr 11 mwN – Hör­ge­rä­te­ver­sor­gung[]
  8. BSG SozR 4 – 2500 § 33 Nr 32 RdNr 12 mwN – The­ra­pie­drei­rad[]
  9. zur Begriffs­be­stim­mung: Alt­mey­er, Enzy­klo­pä­die der Der­ma­to­lo­gie, Venero­lo­gie, All­er­go­lo­gie, Umwelt­me­di­zin, online-Ver­si­on Stand 2010; Lan­gen­scheidts Hand­wör­ter­buch Eng­lisch Teil 1, Neu­auf­la­ge 2001, S 208 in Ablei­tung von "enca­se" = "umhül­len, ein­schlie­ßen, umman­teln"[]
  10. Schmidt et al, All­er­go Jour­nal 1998, 156, 158; Mül­ler-Sche­ven/Knies­t/­Dist­ler/Hoff­man-Wecker, All­er­go­lo­gie 1998, 534, 535; Kainka/​Umbach/​Müsken, Pneu­mo­lo­gie 1997, 2, 8[]
  11. zum maß­geb­li­chen Zeit­punkt für die Beur­tei­lung der Sach- und Rechts­la­ge bei einem Kos­ten­er­stat­tungs­an­spruch vgl BSG SozR 4 – 2500 § 33 Nr 32 RdNr 10 – The­ra­pie­drei­rad[]
  12. GKV-Wett­be­werbs­stär­kungs­ge­setz – GKV-WSG vom 26.3.2007 – BGBl I 378[]
  13. stRspr, zuletzt BSG Urteil vom 18.05.2011 – B 3 KR 12/​10 R, RdNr 8 mwN – Roll­stuhl-Bike III[]
  14. BSG SozR 4 – 2500 § 27 Nr 2 RdNr 3 – Dau­er­pig­men­tie­rung; BSGE 88, 204, 206 ff = SozR 3 – 2500 § 33 Nr 41 S 229 ff – PC-Zusatz­aus­rüs­tung für häus­li­ches Hirn­leis­tungs­trai­ning[]
  15. BSG Urteil vom 18.01.1996 – 1 RK 8/​95; BSG SozR 3 – 2500 § 33 Nr 15[]
  16. vom 07.08.1996, BGBl I 1254[]
  17. vgl BSGE 88, 204, 214 = SozR 3 – 2500 § 33 Nr 41 S 237 f – PC-Zusatz­aus­rüs­tung für häus­li­ches Hirn­leis­tungs­trai­ning[]
  18. BSG Beschluss vom 08.02.2000 – B 1 KR 3/​99 S[]
  19. BSG SozR 4 – 2500 § 33 Nr 32 RdNr 21 mwN – The­ra­pie­drei­rad; zur Aus­le­gung des § 33 Abs 1 S 1 Alt 1 SGB V unter Berück­sich­ti­gung sei­ner Ent­ste­hungs­ge­schich­te: BSGE 98, 213 = SozR 4 – 2500 § 33 Nr 15, RdNr 11 mwN – behin­der­ten­ge­rech­ter Umbau eines Pkw[]
  20. BSG SozR 4 – 2500 § 33 Nr 32 RdNr 21 – The­ra­pie­drei­rad[]
  21. BSGE 98, 213 = SozR 4 – 2500 § 33 Nr 15, RdNr 11 mwN[]
  22. vgl S 3 – Leit­li­nie All­er­gie­prä­ven­ti­on-Update 2009, All­er­go Jour­nal 2009, 332, 333[]
  23. Mül­ler-Sche­ven/Knies­t/­Dist­ler/Hoff­man-Wecker, All­er­go­lo­gie 1998, 534, 535; Hamel­mann, All­er­go Jour­nal 2005, 408, 410; Kitz, For­schung und Pra­xis 316/​2001, 20[]
  24. BSG Urteil vom 18.05.2011 – B 3 KR 12/​10 R, RdNr 16 – Roll­stuhl-Bike III; BSG Urteil vom 18.05.2011 – B 3 KR 7/​10 R, SozR 4 – 2500 § 33 Nr 34 RdNr 35 – Roll­stuhl-Bike IV, zur Ver­öf­fent­li­chung auch in BSGE vor­ge­se­hen[]
  25. Schnei­der in Kraus­kopf, Sozia­le Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung, Stand Juni 2008, § 139 SGB V RdNr 9; Muraw­ski in LPK-SGB V, 3. Aufl 2009, § 139 RdNr 5[]
  26. But­zer in Becker/​Kingreen, SGB V, 2. Aufl 2010, § 139 RdNr 7; Schnei­der aaO § 139 RdNr 9[]
  27. BSGE 93, 183 = SozR 4 – 2500 § 33 Nr 8, RdNr 10 – C‑Leg; Schnei­der aaO § 139 RdNr 11; Muraw­ski aaO § 139 RdNr 5[]
  28. BSGE 104, 95 = SozR 4 – 2500 § 139 Nr 4, RdNr 18 – Magne­to­dyn[]
  29. BSG SozR 4 – 2500 § 18 Nr 5 RdNr 22 zu § 18 SGB V[]
  30. BSG SozR 4 – 2500 § 18 Nr 5 RdNr 18; BSG SozR 3 – 2500 § 18 Nr 6 S 26 f für den Bereich des SGB V; BSG Urteil vom 07.04.2011 – B 9 VJ 1/​10 R – RdNr 30 f zum Ver­sor­gungs­recht, zur Ver­öf­fent­li­chung in SozR vor­ge­se­hen; BSGE 96, 297 = SozR 4 – 5671 § 6 Nr 2, RdNr 19 zum Unfall­ver­si­che­rungs­recht[]
  31. BSGE 96, 297 = SozR 4 – 5671 § 6 Nr 2, RdNr 19[]
  32. zB All­er­gie­prä­ven­ti­on – Evi­denz­ba­sier­te und kon­sen­tier­te Leit­li­nie des Akti­ons­bünd­nis­ses All­er­gie­prä­ven­ti­on, All­er­go Jour­nal 2004, 252, 257; Hamel­mann, All­er­go Jour­nal 2005, 408, 410; Kitz, For­schung und Pra­xis 316/​2001, S 20 ff; Ewers/​Kainka/​Umbach/​Diebschlag, All­er­go Jour­nal 2000, S 261, 268; Pati­en­ten­merk­blatt der Kli­nik für Der­ma­to­lo­gie und All­er­go­lo­gie Bochum; Stel­lung­nah­me des Deut­schen Berufs­ver­ban­des der Hals-Nasen-Ohren­ärz­te e.V.[]
  33. Müsken/​Franz, haut­nah der­ma­to­lo­gie 2007, 68[]
  34. Müsken/​Franz, aaO[]
  35. Natio­na­le Ver­sor­gungs­Leit­li­nie Asth­ma, Stand Juli 2011[]
  36. Leit­li­nie S 168[]
  37. Leit­li­nie S 170 mwN[]
  38. Leit­li­nie S 170[]
  39. zum Maß­stab vgl BSG SozR 4 – 2500 § 18 Nr 5 RdNr 22[]
  40. All­er­go Jour­nal 2004, 252[]
  41. All­er­go Jour­nal 2009, 332[]
  42. Natio­na­len Ver­sor­gungs­Leit­li­nie Asth­ma, Stand Juli 2011[]
  43. Prüf­zeug­nis der R. über die raum­luft­hy­gie­ni­sche Prü­fung eines von der Fir­ma A. ver­trie­be­nen all­er­gen- und keim­hem­men­den Matrat­zen­über­zu­ges vom 14.6.2002; Öko-Test-Son­der­druck aus dem Rat­ge­ber Gesund­heit 2002, 1 ff[]
  44. vgl zur Kri­tik an der feh­len­den Exis­tenz von Schwel­len­wer­ten und tech­ni­schem Prü­fungs­ver­fah­ren: Kainka/​Umbach/​Müsken, Pneu­mo­lo­gie 1997, 2, 3, 8[]
  45. BSG SozR 4 – 2500 § 18 Nr 5 RdNr 29[]
  46. zum Maß­stab: BSG aaO RdNr 30[]
  47. zum Maß­stab des § 33 Abs 1 S 1 Alt 2 SGB V vgl BSG SozR 4 – 2500 § 33 Nr 32 RdNr 17 – The­ra­pie­drei­rad; BSGE 103, 66 = SozR 4 – 2500 § 33 Nr 22, RdNr 25 – Hüft­pro­tek­to­ren[]