Der tödliche Unfall beim Hochsitzbau

Hat ein Rentner nach den Vorgaben und unter der Aufsicht des Jagdpächters merere Hochsitze gebaut unddabei einen Unfall erlitten, fällt dieser in den Schutzbereich der gesetzlichen Unfallversicherung.

Der tödliche Unfall beim Hochsitzbau

Mit dieser Begründung hat das Sozialgericht Stuttgart in dem hier vorliegenden Fall der Klage einer Witwe auf Feststellung eines Arbeitsunfalls stattgegeben, deren Mann beim Hochsitzbau einen tödlichen Unfall erlitten hatte. Die Berufsgenossenschaft hat sich geweigert, den Tod des Rentners als Arbeitsunfall anzuerkennen. Gegen die ablehnenden Bescheide hat sich die Witwe mit der Klageerhebung gewehrt.

Nach Auffassung des Sozialgerichts Stuttgart hat der Rentner die Hochsitze nach den Vorgaben und unter der Aufsicht des Jagdpächters gebaut, so dass man im Falle des Rentners von einem „Quasi-Beschäftigten“ ausgehen kann. Dieser steht aber unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Das Sozialgericht Stuttgart gab der Klage statt und hob die entgegenstehenden Bescheide der Berufsgenossenschaft auf. Die Witwe kann nun Hinterbliebenenleistungen von der BG verlangen.

Sozialgericht Stuttgart, Urteil vom 19. Juni 2013 – S 6 U 2479/10