Der ver­ges­se­ne Bewil­li­gungs­be­scheid der Pfle­ge­ver­si­che­rung

Hebt die Pfle­ge­kas­se wegen tat­säch­li­cher Ände­rung der Ver­hält­nis­se die frü­her erfolg­te Bewil­li­gung von Pfle­ge­geld auf und nicht die danach erfolg­te Bewil­li­gung von Leis­tun­gen der voll­sta­tio­nä­ren Pfle­ge, weil sie bei Erlass des Auf­he­bungs­be­scheids von der Bewil­li­gung voll­sta­tio­nä­rer Pfle­ge kei­ne Kennt­nis hat­te, kann die Pfle­ge­kas­se sich nicht dar­auf beru­fen, sie habe jeden­falls kon­klu­dent (auch) den Bescheid über die Bewil­li­gung von Leis­tun­gen der voll­sta­tio­nä­ren Pfle­ge auf­ge­ho­ben.

Der ver­ges­se­ne Bewil­li­gungs­be­scheid der Pfle­ge­ver­si­che­rung

Gegen­stand eines Bewil­li­gungs­be­scheids der Pfle­ge­kas­se, der ein Ver­wal­tungs­akt mit Dau­er­wir­kung ist, ist nicht die Fest­stel­lung einer Pfle­ge­stu­fe, son­dern die Bewil­li­gung einer kon­kre­ten Leis­tung nach dem SGB XI.

Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 5. März 2010 – L 4 P 2246/​09