Hartz IV für EU-Bür­ger

Das "Auf­ent­halts­recht als Arbeit­neh­mer" bleibt für Uni­ons­bür­ger auch im Fal­le unfrei­wil­li­ger Arbeits­lo­sig­keit nur dann auf Dau­er erhal­ten, wenn sie mehr als ein Jahr beschäf­tigt waren und solan­ge sie den Ver­mitt­lungs­be­mü­hun­gen der zustän­di­gen Agen­tur für Arbeit zur Ver­fü­gung ste­hen, so das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Würt­tem­berg in einer aktu­el­len Ent­schei­dung.

Hartz IV für EU-Bür­ger

Das "Auf­ent­halts­recht als Arbeit­neh­mer" erlischt daher mit der Aus­rei­se. Reist der Uni­ons­bür­ger erneut in das Bun­des­ge­biet ein und ist er danach nicht mehr als ein Jahr beschäf­tigt gewe­sen, so lei­tet sich sein Auf­ent­halts­recht bei erneu­ter Arbeits­lo­sig­keit allein aus der "Arbeits­su­che" ab, was gem. § 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB II zum Aus­schluss von Leis­tun­gen nach dem SGB II führt. Die Aus­schluss­vor­schrift ist euro­pa­rechts­kon­form [1].

Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Würt­tem­berg, Beschluss vom 22. Febru­ar 2010 – L 13 AS 365/​10 ER‑B
[Aus­führ­lich bespro­chen fin­den Sie die­ses Urteil im Hartz­Bo­ten.]

  1. EuGH, Urteil vom 04.06.2009 – C‑22/​08, C- 23/​08[]