Kei­ne Sozi­al­hil­fe über den Tod hin­aus

Auf­wen­dun­gen für eine miet­ver­trag­lich ver­ein­bar­te Aus­zugs­re­no­vie­rung kön­nen zwar grds. sozi­al­hil­fe­recht­lich berück­sich­ti­gungs­fä­hi­ge Kos­ten der Unter­kunft für einen Hil­fe­emp­fän­ger dar­stel­len. Stirbt jedoch der Hil­fe­emp­fän­ger, enden damit nach einer aku­tel­len Ent­schei­dung des Sozi­al­ge­richts Karls­ru­he sowohl das Miet­ver­hält­nis als auch sein Anspruch auf Hil­fe­leis­tun­gen, denn ein Bedarf des Leis­tungs­be­rech­tig­ten kann nach sei­nem Tod natur­ge­mäß nicht mehr gedeckt wer­den. Für einen nach­ge­hen­den, über den Tod des Hil­fe­emp­fän­gers hin­aus bestehen­den Anspruchs auf Sozi­al­hil­fe­leis­tun­gen ent­hält das SGB XII – mit Aus­nah­me für Ansprü­che auf Leis­tun­gen für Ein­rich­tun­gen oder Pfle­ge­geld – kei­ne Rechts­grund­la­ge. Denn der Anspruch auf Sozi­al­hil­fe ist höchst­per­sön­li­cher Natur und des­halb nicht ver­erb­lich.

Kei­ne Sozi­al­hil­fe über den Tod hin­aus

Sozi­al­ge­richt Karls­ru­he, Gerichts­be­scheid vom 13.02.2009 – S 1 SO 5396/​08