"Kooperations"-Bachelor

Für einen deut­schen Stu­di­en­gang, der auf den Erwerb eines außer­eu­ro­päi­schen Bache­lor-Abschlus­ses abzielt, besteht kein Anspruch auf BAföG-För­de­rung. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Frei­burg die auf Leis­tun­gen nach dem Bun­des­aus­bil­dungs­för­de­rungs­ge­setz gerich­te­te Kla­ge einer Stu­den­tin an einer pri­va­ten Aus­bil­dungs­stät­te abge­wie­sen. Die Aus­bil­dungs­stät­te ist in Deutsch­land nicht als Hoch­schu­le aner­kannt. Sie koope­riert aber mit einer außer­halb der EU gele­ge­nen aus­län­di­schen Hoch­schu­le, die einen inter­na­tio­nal aner­kann­ten Bache­lor ver­lei­hen darf und einen Teil ihrer Kur­se in Deutsch­land an der pri­va­ten Aus­bil­dungs­stät­te anbie­tet.

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Das Ver­wal­tungs­ge­richt ent­schied, der von der Klä­ge­rin absol­vier­te Bache­lor-Stu­di­en­gang kön­ne weder als Inlands- noch als Aus­land­stu­di­um geför­dert wer­den. Die Klä­ge­rin habe ihre Aus­bil­dung tat­säch­lich voll­stän­dig im Inland durch­ge­führt, so dass es nicht um die För­de­rung eines Aus­lands­stu­di­ums gehe. Für ihre Aus­bil­dung im Inland kön­ne kein BAföG gewährt wer­den, da die pri­va­te Aus­bil­dungs­stät­te kei­ne staat­lich aner­kann­te Hoch­schu­le sei und des­halb kei­nen Bache­lor ver­lei­hen dür­fe. Die aus­län­di­sche Hoch­schu­le wie­der­um, bei der die Klä­ge­rin eben­falls ein­ge­schrie­ben sei, kön­ne zwar einen Bache­lor ver­lei­hen, habe aber kei­nen Sitz und nicht ein­mal eine Zweig­nie­der­las­sung in Deutsch­land, so dass es sich nicht um eine Aus­bil­dungs­stät­te im Inland han­de­le.

Ver­wal­tungs­ge­richt Frei­burg, Urteil vom 13. Dezem­ber 2010 – 6 K 511/​09