Kran­ken­haus­ver­gü­tung für neue Behand­lungs­me­tho­den

Der Ver­gü­tungs­an­spruch des Kran­ken­hau­ses erfor­dert auch dann, wenn der Gemein­sa­me Bun­des­aus­schuss nicht über die Zuläs­sig­keit der Behand­lungs­me­tho­de im Kran­ken­haus ent­schie­den hat, dass die ange­wand­te Metho­de zur Zeit der Behand­lung dem Qua­li­täts­ge­bot des all­ge­mein aner­kann­ten Stan­des der medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­se oder den Vor­aus­set­zun­gen grund­rechts­ori­en­tier­ter Leis­tungs­aus­le­gung genügt. Nur inso­weit ent­spricht der Ver­gü­tungs­an­spruch des Kran­ken­hau­ses dem Anspruch der Ver­si­cher­ten auf sta­tio­nä­re Behand­lung.

Kran­ken­haus­ver­gü­tung für neue Behand­lungs­me­tho­den

Sind die prak­ti­schen Mög­lich­kei­ten erziel­ba­rer Evi­denz ein­ge­schränkt, kön­nen sich auch die Anfor­de­run­gen an das Evi­denz­ni­veau des all­ge­mein aner­kann­ten Stan­des der medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­se ver­min­dern.

Das Qua­li­täts­ge­bot kann es zugleich erfor­dern, dass betrof­fe­ne Pati­en­ten regel­mä­ßig ledig­lich im Rah­men von kon­trol­lier­ten kli­ni­schen Stu­di­en sta­tio­när behan­delt wer­den.

Dies ent­schied jetzt das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in einem Fall, in dem eine Ver­gü­tung für sta­tio­nä­re Behand­lung der Ver­si­cher­ten außer­halb des Qua­li­täts­ge­bots im Rah­men einer kli­ni­schen Stu­die (§ 137c Abs 2 S 2 SGB V 1) (bis­her) kein Gegen­stand des Rechts­streits ist.

Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 17. Dezem­ber 2013 – B 1 KR 70/​12 R

  1. hier idF durch das GKV-Gesund­heits­re­form­ge­setz 2000[]