Kran­ken­kas­se zahlt Feu­er­wehr

Die Feu­er­wehr, dein Freund und Hel­fer: Wegen sei­nes Über­ge­wichts konn­te ein gesetz­lich Ver­si­cher­ter weder allein noch mit Hil­fe der Sani­tä­ter sei­ne Woh­nung im ers­ten Stock ver­las­sen, so dass die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr ein­sprin­gen muss­te. Mit Hil­fe von Tra­ge und Dreh­lei­ter hol­te sie den Mann auf die Stra­ße und brach­te ihn auch wie­der zurück in die Woh­nung. Die Kran­ken­kas­se woll­te die Kos­ten des Feu­er­wehr­ein­sat­zes nicht über­neh­men, weil es kei­ne Fahr­kos­ten sei­en.

Kran­ken­kas­se zahlt Feu­er­wehr

Das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Sach­sen-Anhalt ver­pflich­te­te die Kran­ken­kas­se zur Kos­ten­über­nah­me. Begrün­det wur­de es damit, dass es sich in die­sem Fall um not­wen­di­ge Fahrt­kos­ten im Zusam­men­hang mit der Kran­ken­haus­be­hand­lung han­delt. Etwas ande­res gel­te bei Unglücks­fäl­len wie etwa einem Woh­nungs­brand, dann bestehe die Leis­tungs­pflicht der Kom­mu­ne.

Lan­des­so­zi­al­ge­richt Sach­sen-Anhalt, Urteil vom 17. Juni 2010 – L 10 KR 59/​08