Kran­ken­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge aus DDR-Haft­op­fer­ent­schä­di­gung

Die beson­de­re Zuwen­dung für DDR-Haft­op­fer ist für die Bei­trags­hö­he der frei­wil­li­gen gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung als Ein­kom­men zu berück­sich­ti­gen. Der zu zah­len­de Bei­trag erhöht sich ent­spre­chend.

Kran­ken­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge aus DDR-Haft­op­fer­ent­schä­di­gung

In einem jetzt vom Lan­des­so­zi­al­ge­richt Rhein­land-Pfalz ent­schie­de­nen Rechts­streit war die Klä­ge­rin frei­wil­li­ges Mit­glied der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung. Die Kran­ken­kas­se bestimm­te die Höhe der von ihr zu zah­len­den Bei­trä­ge auf­grund ihrer Ein­künf­te. Dabei bezog sie eine beson­de­re Zuwen­dung (Opfer­pen­si­on) mit ein, wel­che die Klä­ge­rin für eine mehr als 180tägige und mit den wesent­li­chen Grund­sät­zen einer frei­heit­li­chen Grund­ord­nung unver­ein­ba­re Haft im Bei­tritts­ge­biet erhält. Das Lan­des­so­zi­al­ge­richt hat dies bestä­tigt. Maß­geb­lich für die Berech­nung der Bei­trags­hö­he ist die gesam­te wirt­schaft­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit des Ver­si­cher­ten. Hier­zu gehört auch die Opfer­pen­si­on. Anders als bei bestimm­ten Ren­ten nach dem Bun­des­ver­sor­gungs­ge­setz, die von der Berück­sich­ti­gung aus­ge­schlos­sen sind, steht bei der Opfer­pen­si­on der mate­ri­el­le und finan­zi­el­le Aus­gleich im Vor­der­grund und nicht der Aus­gleich eines imma­te­ri­el­len Scha­dens.

Lan­des­so­zi­al­ge­richt Rhein­land-Pfalz, Urteil vom 3. Novem­ber 2011 – L 5 KR 203/​10

  1. AG Ful­da, Beschluss vom 18.06.2019 – 87 XIV 280/​19 L /​87 XIV 281/​19 L[]