Nach­träg­lich berech­ne­te Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge

Der nach­träg­li­che Abzug des vom Beschäf­tig­ten zu tra­gen­den Teils des Gesamt­so­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trags vom Arbeits­ent­gelt erfolgt durch Auf­re­chung und ist daher nur zuläs­sig, soweit Arbeits­lohn pfänd­bar ist.

Nach­träg­lich berech­ne­te Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge

Ob und in wel­chem Umfang die Bei­ge­la­de­ne den vom Antrag­stel­ler zu tra­gen­den Teil der Bei­trä­ge von die­sem wie­der ein­for­dern kann, rich­tet sich nach § 28g SGB IV. Soll­te dies recht­lich über­haupt noch zuläs­sig sein, wäre der Arbeit­neh­mer über­dies dadurch geschützt, dass der nach­träg­li­che Abzug der Bei­trä­ge durch Auf­rech­nung erfolgt und daher nur zuläs­sig ist, soweit Arbeits­lohn pfänd­bar ist (§ 394 Satz 1 BGB) [1].

Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Würt­tem­berg, Beschluss vom 29. Juli 2010 – L 11 R 2595/​10 ER‑B

  1. vgl Bai­er in Kraus­kopf, Sozia­le Kran­ken­ver­si­che­rung Pfle­ge­ver­si­che­rung, § 28g SGB IV RdNr 7 – Stand Juli 2009[]